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Erfolgreiche Feuerwehrarbeit

(Rohrbach, wk)

Bürgermeister Peter Keck


Die Jahreshauptversammlung der Rohrbacher Feuerwehr fand erstmals im neuen Haus statt, wenn auch nur die Gemeinschaftsräume, nicht aber die Fahrzeughallen benutzbar sind - ein offizieller Umzug läßt noch auf sich warten, da es immer noch juristische und praktische Probleme mit dem Fußboden in den Hallen gibt. Dies war die wichtigste Aussage von Bürgermeister Peter Keck in seinem Grußwort.
Der Hallenboden, der nach dem sog. "Rüttelverfahren" hergestellt wurde, war bereits kurz nach der Fertigstellung defekt, denn ein Teil der verlegten Fliesen hatte sich gelöst, so dass die Gefahr bestand, dass sich bei Belastung des Hallenbodens mit Feuerwehrfahrzeugen weitere Teile des Bodens lösen könnten. Die von der Baufirma angebotene Reparatur wurde von der Gemeinde nach Einschaltung eines Gutachters abgelehnt, da nur die defekten Teile des Bodens ausgetauscht werden sollten. Die Angelegenheit ist jetzt gerichtsanhängig, Gutachter wurden eingeschaltet und inzwischen hat das Insolvenzgericht Wuppertal, Sitz der Baufirma Zeitler, mitgeteilt, dass das Insolvenzverfahren über die Firma eröffnet wurde. Ob da jemals noch Geld oder Schadenersatz zu holen ist, ist sehr fraglich. Bürgermeister Keck versprach trotzdem, alles zu unternehmen, damit ein Umzug möglich wird. Aber ein Umzug ohne vorherige Gerichtsentscheidung könnte dazu führen, dass der Gemeinde vorgeworfen wird, sie habe mit dem Umzug der Fahrzeuge den Schaden vergrößert. Aus diesem Grund kann auch noch kein Hochregallager aufgebaut werden, es werde aber weiterhin alles weitere für den Neubau beauftragt wie zum Beispiel der Einbau der Schließanlage. Keck ließ auch kurz die Geschichte des Neubaus Revue passieren, die ja nicht ganz ohne Probleme zwischen Feuerwehr und Gemeinde abgelaufen war. Doch inzwischen herrscht bestes Einvernehmen. So hat die Gemeinde zusammen mit dem Arbeitskreis "Zukunftskonzept Feuerwehr" ein externes Büro beauftragt, einen zukunftsfähigen Feuerwehrbedarfsplan zu erstellen, in dem für alle Wehren des Ortes die Faktoren Personal, Gebäude, Fahrzeuge, Einsatzzeiten, Aus- und Fortbildung untersucht werden. Dabei betonte der Bürgermeister, dass alle Feuerwehren des Ortes gleich behandelt würden, es keine Bevorzugung gäbe, denn weil seine drei Söhne in der Feuerwehr aktiv sind, hatten einzelne gemunkelt, die Gemeinde bevorzuge die Rohrbacher Feuerwehr. Denn alle Feuerwehren liegen ihm sehr am Herzen so Keck; mit ihrer Ausbildung, ihrer hohen Einsatzbereitschaft und den geleisteten Hilfen seien die Feuerwehren für Rohrbach und seine Ortsteile ein sehr wichtiger Faktor.
Kreisbrandmeister Bernhard Mayer dankte der Gemeinde in seinem Grußwort, dass sie die Feuerwehren des Ortes so stark unterstützt und lobte die Idee des Feuerwehr-Zukunftskonzepts. Damit sei Rohrbach einzigartig im Landkreis mit der Beauftragung eines externen Beratungsbüros. Mayer lobte auch die gute Jugendarbeit und die gute Zuasmmenarbeit der Jugendfeuerwehren aller Ortsteile sowie die gute Ausbildung, die sich bei den letzten Prüfungen im Dezember gezeigt hätte.

Vorsitzender des Feuerwehrvereins Walter Frömel


Feuerwehrvereins-Vorstand Walter Frömel und die Kommandanten hatten ihren Mitgliedern einen umfangreichen Jahresbericht vorgelegt, der die vielseitigen Aktivitäten der Feuerwehrler darstellte. Walter Frömel dankte vielen Mitgliedern, die als Helfer und Unterstützer dem Vorstand zur Seite standen sowie der Gemeinde und Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit. Er ging auch ein auf die Vereinsaktivitäten wie Maibaum-Aufstellung, Starkbierfest, Fest der Biere oder Teilnahmen an Stock- und Schützenturnieren, denn die Kameraden der Feuerwehr helfen nicht nur Gebäude und Leben zu retten, sie können (und dürfen) auch gern mal feiern. Auch die verschiedenen Arbeitsdienste im neuen Feuerwehrhaus lobte er, wobei er feststellen musste, dass putzen nicht die große Leidenschaft seiner Kameraden sei, aber umziehen und handwerklich arbeiten schon.

Scheidender 1. Kommandant Michael Kaindl


Den Jahresbericht über die Feuerwehreinsätze gab der scheidende Kommandant Michael Kaindl. Aktiv sind 49 Männer und Frauen dabei sowie 7 Feuerwehranwärter. Insgesamt wurden 54 Einsätze gefahren mit insgesamt 979 Einsatzstunden, davon 30 technische Hilfeleistungen, 14 Brände, 1 Sicherheitswache und 9 sonstige Einsätze. Der größte Einsatz war natürlich der Großbrand im Sägewerk Alt im Januar des letzten Jahres. Aber neben verschiedenen Kleinbränden waren auch Wohnungsöffnungen, Verkehrsunfälle oder Beseitigungen von Sturmschäden Aufgaben der Feuerwehr. Wichtig und einen großen Platz nahmen die Aus- und Fortbildungen ein, denn die Floriansjünger müssen immer auf dem neusten Stand der Technik sein. Dieses Wissen wird dann auch immer wieder in Leistungsprüfungen abgefragt. Und damit in der Praxis alles klappt, wurden vergangenes Jahr 33 Übungen abgehalten (Brand-, Atemschutz-, Lösch- und 1.-Hilfe-Übungen) mit 822 Übungsstunden. Darunter auch eine große Gemeinschaftsübung aller Ortsteilfeuerwehren.

 

1. Jugendwart Christian Keck                          Das Geschenk der Jugendfeuerwehr


Den Bericht über die Jugendarbeit gab 1. Jugendwart Christian Keck, der erfreut melden konnte, dass die Jugendgruppe in 2016 auf insgesamt 11 Jugendliche angewachsen war (davon 3 Mädchen), denn zu Jahresbeginn bestand die Gruppe aus nur 4 Jugendlichen. Die Jugendlichen treffen sich auch mit den anderen Jugendfeuerwehrlern der Ortsteile, machen gemeinsame Übungen und nehmen an Wissenstests und Ausbildungen teil. Auch haben sie fleißig geholfen beim Teilumzug in die neuen Feuerwehrräume und auch ihr eigenes Domizil ausgebaut. Als Geschenk hatten die Jugendlichen einen Schaukasten mit verschiedenen Knoten-Darstellungen gebastelt, der im neuen Gebäude aufgehängt werden soll.
Zum Abschluss der Versammlung wurden noch mehrere Mitglieider geehrt: Johann Graßl, Michael Kaindl und Armin Siersch für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdients sowie Maximilian Liebhardt für 40 Jahre; der andere Kandidat für 40 Jahre, Josef Ehrl, war leider nicht anwesend.

v.l.: Walter Frömel, Johann Graßl, Peter Keck, Maximilian Liebhardt, Martin Noisternig, Sascha Welnhofer, Armin Siersch, Kreisbrandrat Armin Wiesbeck, Kreisbrandinspektor Bernhard Mayer, Michael Kaindl
 

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