hallertau.info News

„Künste, die DIE WELT bedeuten“

(Überregional, hal)

Dokumentation des Projektes zur interkulturellen Bildung und Nachhaltigkeit
„Persönliche Begegnungen auf Augenhöhe förderten einen Dialog der Kulturen, eine Verständigung über Werte und den Austausch von Ideen. Gerade angesichts der aktuellen Situation mit steigenden Flüchtlingszahlen aus verschiedensten Ländern zeigt sich die Relevanz solcher Begegnungen“ schreibt der Vorsitzender von STADTKULTUR, Norbert Tessmer, Oberbürgermeister der Stadt Coburg, in der Publikation „Künste, die die Welt bedeuten“. Sie zeigt auf, wie man mit künstlerisch-ästhetischen Projekten interkulturelle Kompetenzen fördert.
Die Publikation „Künste, die die Welt bedeuten“ dokumentiert das gleichnamige landesweite interkulturelle Bildungsprojekt (2013/14). Das Netzwerk STADTKULTUR hat inhaltliche Kriterien für interkulturelle Bildung erarbeitet und stellt diese beispielhaft an 80 verschiedenen Einzelprojekten aus allen künstlerischen Sparten vor. Mit dem Fokus auf interkulturelle Bildung zielte das Projekt auf die Förderung des Zusammenlebens und des zusammen Lernens von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunft und sozialer Hintergründe. Die jungen Menschen sollten eigene und fremde Kulturen in der Praxis kennenlernen, eigene Positionen erwerben und gegebenenfalls neue und gemeinsame kulturelle Wege finden. 185 professionelle Künstlerinnen und Künstler aller Sparten arbeiteten in diesem Sinne in 205 Einzelprojekten mit insgesamt 6.000 Schülerinnen und Schülern aller Schularten in Bayern zusammen. 180 Schulen aus 38 Kommunen – Großstädte sowie Klein- und Mittelstädte im ländlichen Raum – waren beteiligt. Die Kinder und Jugendlichen setzten sich in den Bereichen Kunst, Literatur, Theater, Medien, Tanz, Musik, Urban Gardening sowie Interdisziplinäres mit anderen Kulturen auseinander und lernten so, diese besser zu verstehen – durch das eigene kreative und künstlerisch-ästhetische Arbeiten begleitet von professionellen Künstlerinnen und Künstlern.
Beispiele: Beim Coburger Projekt „Theater ohne Grenzen“ brachten die Schülerinnen und Schüler internationale Märchen aus ihren Herkunftsländern auf die Bühne, einen „Perspektivenwechsel“ der kulturellen Identität erlebten die Schülerinnen und Schüler in den Workshops der Slam-Poetin Pauline Füg. Im Musik-Projekt „Meine Stadt 2014“ spielten Schülerinnen und Schüler einen Hip-Hop-Song neu und mehrsprachig ein, in dem sich mit ihrer neuen Heimatstadt Würzburg auseinandersetzten. „Grenzenlos“ war das integrative und inklusive Bewegungs-Theater in Ingolstadt sowie auch die „Weltreise“ in Nürnberg, auf die die Schülerinnen und Schüler von 26 internationalen Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Sparten mitgenommen wurden.
Teilnehmende Städte: Altdorf bei Nürnberg, Aschaffenburg, Bobingen, Bogen, Coburg, Deisenhausen, Eging am See, Eichstätt, Erlangen, Friedberg, Gochsheim, Gräfelfing, Grünwald, Haßfurt, Ingolstadt, Kitzingen, Königsbrunn, Landkreis Roth, Landsberg am Lech, Landshut, Lauf a.d. Pegnitz, Markheidenfeld, Miltenberg, Münchberg, München, Nürnberg, Ostheim v.d. Rhön, Pfaffenhofen a.d. Ilm, Prichsenstadt, Reichertshofen, Roth, Schwarzenbruck, Traunstein, Ursberg, Volkach, Weiden i.d. OPf., Würzburg, Zirndorf

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.