Hochkaräter-Spiel in der Bezirksliga Nord

Hochkaräter-Spiel in der Bezirksliga Nord

Rohrbach

Rohrbach, 20.08.2017 (rw).

Auch das zweite Spiel der Woche kann der TSV Rohrbach für sich entscheiden. Zu Gast im Samstagsspiel der Bezirksliga Nord war der TSV Erding, der hoch motiviert und mit voller Zuversicht gegen den direkten Tabellenkonkurrenten ins Spiel ging – sich am Ende jedoch aufgrund mangelnder Chancenauswertung und fehlender Durchhaltekraft nicht belohnte.

Bereits vor Anpfiff der Partie, als beide Mannschaften den obligatorischen Kreis bildeten, war zu vernehmen, wie motiviert die Gäste aus Erding in dieses Spiel gingen. Der gemeinsame Schlachtruf, lauter als so mancher Zug der am Rohrbacher Sportgelände vorbeifährt, zeigte tatsächlich auch Wirkung. Nach zehn gespielten Minuten hatten die Erdinger durch ihre Nummer 11 Paul Bucher bereits zwei riesen Chancen und ein Tor, bei dem der Linienrichter jedoch richtigerweise auf Abseits entschied. Der TSV Erding – bis dahin klar die bessere Mannschaft – verpasste es jedoch in der ersten halben Stunde, das wichtige Führungstor zu erzielen.

Nach der dritten Großchance für die Gäste, die Torwart Marco Ziegelmeier in letzter Not mit dem Fuß parieren konnte, waren die Rohrbacher voll da. Im direkten Gegenzug lief der Neuzugang vom FSV Pfaffenhofen Moritz Schapfl alleine auf den Gästetorwart Timo Dörhöfer zu, der den Zweikampf aber für sich entscheiden konnte.

Und die Gastgeber machten weiter. Nur fünf Minuten später ergab sich die nächste große Chance für die Heimmannschaft. Michael Mößnang, der bereits im Spiel unter der Woche als Vorbereiter glänzen konnte, ging auf der linken Seite an zwei Gegenspielern vorbei und flankte an den zweiten Pfosten, wo Patrick Mac k den Ball nur Zentimeter neben den Pfosten köpfte.

Der bis dahin sehr souveräne Schiedsrichter hatte kurz vor der Halbzeit die erste kritische Szene zu beurteilen. Beim Führungstor von Michael Mößnang traf dieser, nachdem der Flügelstürmer Jerryson Gyabaah den Ball ganz flach in die Mitte spielte, sowohl den Ball ins Tor, als auch den Torwart der Erdinger, der nach kurzer Behandlungspause auch ausgewechselt werden musste. Trotz aller Reklamationen und Proteste der Erdinger entschied der Schiedsrichter auf Tor und Führung für Rohrbach.

In der zweiten Hälfte war der TSV Rohrbach dieses Mal von Anfang an da. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff traf Jerryson Gyabaah jedoch nach einem eroberten Fehlpass aus dem Erdinger Aufbauspiel nur den Pfosten und im direkten Gegenzug schlug Sebastian Sattelmayer einen traumhaften Ball auf die rechte Aussenbahn zu Hannes Dornauer, der weiter über außen in den Strafraum lief, abzog und den 1:1 Ausgleich erzielte.

Danach verspielte sich der TSV Erding die Partie selbst. Trotz schwächelnder Rohrbacher, die nach dem Ausgleich knapp 15 Minuten brauchten, um wieder ins Spiel zu finden, und klarer spielerischen Überlegenheit der Gäste, schafften diese es nicht, die Führung zu erzielen.

Und wie es kommen musste, erzielte Oliver Duchale in der 75. Spielminute den Führungstreffer für den TSV Rohrbach. Einen indirekten Freistoß und dessen Nachschuss konnte der Gästetorwart noch parieren, den zweiten Nachschuss und somit das 2:1 dann nicht mehr.

Nur knapp sieben Minuten später erhöhte Dominik Kaindl dann auf 3:1, nachdem er nach einem guten Pass aus dem Mittelfeld den Ball frei vor dem Torwart nur flach unten rechts rein schieben musste.

In der 80. Spielminute konnte sich der Gästetorwart nochmal zeigen, indem er einen Freistoß und den darauf folgenden Nachschuss klasse parierte. Doch direkt nach der Chance schlief die Erdinger Hintermannschaft erneut und wieder tauchte ein Rohrbacher allein vor dem Gästetorwart auf. Ohne Probleme erhöhte Oliver Duchale auf 4:1.

Nach einem Foul an dem eingewechselten Jakob Wendl wurde es nochmal turbulent. Nachdem sich der Schiedsrichter nach dem Wohlergehen des Gefoulten erkundigt hatte, kam es zu einer kleinen Rudelbildung, bei der ein Erdinger Spieler zwei Mal den Kapitän der Gastgeber anging. Völlig zu Recht sah dafür der Erdinger Ediz Alci die rote, der Rohrbacher Florian Lux die gelbe Karte.

 

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