Grüner Impuls in Nandlstadt

Grüner Impuls in Nandlstadt

Nandlstadt

Nandlstadt, 02.06.2017 (ls).

„Klimaschutz ist keine Theorie!“ Bundestagskandidatin Kerstin Schnapp und Freisings Vize-Landrätin Barbara Prügl stellten sich am Nandlstädter Markt den Fragen und Meinungen der Hallertauer Bürger. Im Licht der großen, internationalen Ereignisse betonten sie, wie viel wichtiger es nun geworden ist, Flagge zu zeigen. Denn auch wenn es oft so scheint als wäre Klima- und Umweltschutz das Flaggschiff-Thema der Grand Politics, so fängt die Veränderung doch beim Bürger an.

Das Schaffen von rechtskräftigen und verbindlichen Entscheidungen zum Wohle einer Gemeinschaft – nichts anderes ist Politik. Für Kerstin Schnapp bedeutet dies, Rahmenbedingen zu schaffen und Anreize zu geben, um solche verbindlichen Entscheidungen, wie zum Beispiel ein Pariser Klima Abkommen, auch auf die relevante Ebene zu bekommen. Was nützt ein Vertrag auf dem Papier, wenn sich im täglichen Leben der Bürger nichts bewegt? „Der einzelne schaut natürlich als erstes auf seinen Geldbeutel“, erklärte Schnapp in diesem Zusammenhang. „Mit der richtigen Subventionspolitik könnte man hier weitaus mehr erreichen.“

Barbara Prügl sieht vor allem bei der Förderung von energetischen Sanierungen durch KfW-Kredite enormen Nachbesserungsbedarf. Die Kredite würden für die abwickelnde Hausbank einen viel zu hohen Aufwand darstellen, oder anders formuliert: Die Förderungen für verbesserte Dämmung oder Heizung verlaufen im Papierkrieg, die normale Hausbank profitiert von der Vergabe nur wenig. „Um eine energetische Verbesserung bei Hausbau und Sanierung zu erreichen, braucht es bessere Strukturen“, so Schnapp. Nur so wird aus dem verbindlichen Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommen ein flächendeckend umsetzbares Konzept.

„Unsere politischen Strukturen sind verkrustet“, erklärte die grüne Bundestagskandidatin in diesem Zusammenhang weiter. Ministerpräsidenten, die sich zu Alleinherrschern aufschwingen und politische Linien im Alleingang vorgeben sind für sie Grund genug, dass sich in den Kabinetten der Republik etwas verändern muss. Denn auch Landkreis relevante Themen, wie der Lärmschutz in Schweitenkirchen, hätten sich unter der Führung der CSU nicht großartig weiterbewegt. „Bei jeder Bundestagswahl wird versprochen, dass ich was tut. Trotzdem ist seit der Wende eigentlich nichts passiert“, machte sie klar. Für Schnapp, Prügl und ihre Partei ist deswegen ganz klar: „Die CSU braucht eine Pause!“
 

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