Pille für die Darmbesichtigung

Pille für die Darmbesichtigung

Au

Au, 05.07.2017 (rt).

 

Eine medizinisch bedeutsame Innovation stellte unlängst der CSU-Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer bei seinem Jahresempfang in Au vor: die Pillcam von Medtronic, sie ermöglicht die Visualisierung des Dickdarms und revolutioniert damit sozusagen die Endoskopie.

Irlstorfer, der auch Mitglied im Gesundheitspolitischen Arbeitskreis seiner Partei ist, begleitet die Entwicklung und Markteinführung des spannenden Produkts auf der politischen Schiene. Zusammen mit Medtronic-Manager Stefan Härtling präsentierte der Abgeordnete die zukunftsweisende Pille vor über Hundert Besuchern des Jahresempfangs.

Die neuartige Kapsel-Endoskopie bietet klare Bilder des Dickdarms zur Unterstützung der Erkennung von Polypen mit einem nicht-invasiven und damit besonders patientenfreundlichen Gerät. Geschluckt wird sie wie eine Tablette und nach ihrem einmaligen Gebrauch auf natürlichem Weg wieder ausgeschieden.

Die bis zu beinahe 600 Euro teure Kapsel ist unter anderem mit fortschrittlicher Optik gespickt, die eine extraweiten Blickwinkel ermöglicht. Die Genauigkeit hat dieses System bei der Erkennung von Colon-Polypen bereits im Versuch erfolgreich bewiesen. Das „PillCam COLON 2 System“ beinhaltet alles, was man für ein Kapsel-Endoskopieverfahren benötigt: Aufzeichnungen von Bildern und Analyse der Ergebnisse. Wohl schon in nächster Zeit wird sie den Patienten zur Verfügung stehen.  

 

Irlstorfer (l.) im Gespräch mit Medtronic-Manager Härtling über die bildgebende Pille für den Darm.

 

„Seit 2014 richte ich jedes Jahr einen Innovationsdialog aus, der Startups und andere Hersteller und Entwickler zukunftsweisender Medizintechnik mit den bayerischen Krankenkassen zusammenbringt“, erläutert Irlstorfer die Hintergründe seines Engagements. „Neue Behandlungsmethoden sollten möglichst früh bei den Menschen in der täglichen Versorgung ankommen. Es war mir wichtig, auch im Rahmen meines Jahresempfangs den Fingerzeig an die Krankenkassen zu geben, dass sie sich vermehrt Innovationen öffnen sollen.“

Es sei heute in der modernen Medizin so viel möglich, „aber das Wissen darüber ist leider oft zu wenig in der Bürgerschaft verbreitet.“ Die Menschen sollten diese neuen Behandlungswege bei ihren Krankenkassen einfordern können, fordert Irlstorfer.
 

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