Bundestagsabgeordneter Irlstorfer in Bedrängnis

Bundestagsabgeordneter Irlstorfer in Bedrängnis

Au

Au, 02.07.2017 (rt/sia).

 

Zu seinem mittlerweile vierten Jahresempfang lud der christsoziale Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer am Wochenende nach Au in den dortigen Schlossbräukeller ein. Dieser war schnell gefüllt mit über Hundert Gästen aus den Landkreisen Freising und Pfaffenhofen sowie den Gemeinden Aresing und Petershausen aber auch nach dem Neuzuschnitt des Wahlkreises aus Teilen des Kreises Neuburg-Schrobenhausen. Der Gastgeber berichtete dabei auch von einem beklemmenden Erlebnis, das ihm dieser Tage widerfuhr.

Die Hallertauer Bierkönigin Christina Burgstaller und gleich darauf der Freisinger Landtagsabgeordnete Florian Herrmann (CSU) stimmten auf den Auftritt Irlstorfers ein. In der jetzigen heißen Phase des Bundestagswahlkampfes „brauchen wir wirklich jede Stimme, jede Unterstützung“, so der Volksvertreter. Irlstorfer habe es als erfolgreicher Vollblutpolitiker verdient, wieder in den Bundestag gewählt zu werden. Es sei Aufgabe, die bürgerfreundliche Politik der CSU weiterzuführen. „Was wir aber nicht brauchen ist Rot-Rot-Grün!“
 

 

Dann trat Irlstorfer zu einer halbstündigen Rede ans Pult: Er wolle eine andere Form des Wahlkampfes führen und mit den Menschen vor Ort sprechen. Deshalb werde er die kommenden Wochen über 50 Orte mit jeweils vielen unterschiedlichen Terminen besuchen. Der Abgeordnete berichtete von seiner vierjährigen Arbeit im Pflege- und Gesundheitsausschuss. „Pflege heißt nicht immer nur lächeln, … Pflege heißt auch, Menschen, die auf der letzten Lebenswegstrecke sind, zu begleiten, das heißt auch, sich mit dem Tod auseinanderzusetzten.“ Es heiße aber auch, jenen Angehörigen zu helfen, die in diesem Zusammenhang auch finanzielle Nachteile hätten. Wichtig sei in der vergangenen politischen Arbeit gewesen, dass der Dreiklang aus zu pflegender Person, Angehörige und Pflegpersonal zu einem Schulterschluss kämen. „Wir haben unsere Positionen durchgesetzt und 22 Gesetzesvorhaben durchgebracht.“

Auch das aktuelle Thema „Ehe für alle“ griff Irlstorfer auf. Die SPD sei damit, ohne dass es im Koalitionsvertrag gestanden habe, vor etwa 14 Tagen auf die Union zugekommen. Nach lediglich 38 Minuten der Diskussion darüber, könne bei einem so wichtigen Thema keine Meinungsbildung zustande kommen. Irlstorfer glaubt, wie er selbst sagte, dass wir gerade dahingehend einen gesellschaftlichen Wandel erleben. Er hat übrigens wie viele seiner Fraktionskollegen auch mit einem Nein gestimmt.

 

 

An einem selbst erlebten Verbrechensereignis vom vergangenen Mittwoch machte Irlstorfer die unterschiedliche Sicherheitslage in Berlin und Bayern deutlich: Beim Abendessen in einem Restaurant in Charlottenburg überfielen etwa sieben Personen bewaffnet mit Stöcken und schlugen wahllos auf Mobiliar und Gäste ein. Irlstorfer, der sich dadurch in arger Bedrängnis befand, brachte sich in einer Ecke des Lokals in Sicherheit und rief die Polizei. „Und das, was ich erlebt habe, ist beschämend für unser Land!“ Denn die Ordnungshüter reagierten offenbar auf den Hilferuf nicht in der üblicherweise erwarteten Weise.

Überdies wurden die Verletzten mit Taxis weggefahren, „weil die Krankenwägen nicht in der Lage waren zu kommen.“ Auf die Polizei wartete Irlstorfer vergebens. „Bis heute ist nicht geklärt, ob (überhaupt) ein Streifenwagen unterwegs gewesen ist.“ Das seinen Verhältnisse, die man politisch ändern könne. Es sei deshalb richtig und notwendig, dass es aus Bayern mit Innenminister Joachim Herrmann einen CSU-Spitzenkandidaten gebe, der diese Dinge für das ganze Land im Sinne der Sicherheit wieder zurechtrücken könne.

In der Flüchtlingspolitik habe man in Deutschland den Kurs gefunden: „Deutsche Asylpolitik ist, dass man in einer Notsituation konsequent hilft, dass man danach konsequent überprüft und wenn kein Asylgrund da ist, auch konsequent wieder abschiebt.“ Dies sei weder unchristlich noch unsozial, das sei vernünftige Politik, die es gelte, weiterzumachen. Irlstorfer bekannte sich am Ende seiner Rede zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Europäischen Union.

 

 

Anstelle von Streuartikeln bei Wahlkampfauftritten entschloss sich Irlstorfer, etliche Vereine mit Geldzuwendungen in Höhe von jeweils 250 Euro zu unterstützen beziehungsweise wurden von ihm mit dem Silbernen Bundesadler ausgezeichnet. Dazu gehörten: TSV Jetzendorf, Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners, Trachtenverein Ilmtaler, SC Freising und der Mukoviszidose-Hilfsverein cf-initiative-aktiv.

Außerdem stellten zwei Medizinunternehmen ihre innovativen Produkte vor, deren Markteinführung politisch von Irlstorfer begleitet wird. Unsere Zeitung berichtet in zwei noch folgenden Beiträgen gesondert darüber.

Unter den Gästen befanden sich neben dem Freisinger Landrat Josef Hauner auch der stellvertretende Landrat Anton Westner (beide CSU) und eine starke Delegation der Pfaffenhofener Frauenunion.
 

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