Offene Bühne - Volles Haus

Offene Bühne - Volles Haus

Geisenfeld

Geisenfeld, 12.03.2016 (wk).


Es gibt im Zusammenhang mit der "Offenen Bühne/Open Stage Geisenfeld" immer wieder Überraschungen und Rekorde. So war bei der Veranstaltung vor sechs Wochen ein tolles Programm zu erleben, doch die jetzige Offene Bühne brach wieder einen Rekord, in diesem Fall war es die Gästeschar - über 140 Musikfreunde drängten sich in die Bar "Alisa" und erlebten zum 1. Jahrtag ein tolles Programm mit vielen neuen Künstlern.


Den Anfang machte, wie häufig, der Organisator der Offenen Bühne, Michael Bretz - ein großer Liebhaber der Bluegrass-Richtung, der eine Vielzahl von Insturmenten beherrscht: er spielt Gitarre, Bluesharp, Autoharp, Mandoline und Dulcimer. Er wurde vor kurzem auch in die GBMA aufgenommen, die German Bluegrass Music Association - eine Auszeichnung für ihn. Nach seinen Musikstücken stieg auch noch sein Sohn Joe (Max) mit Gitarre ein und sie lieferten perfekte Blues- und Bluegrass-Songs.

Ihnen folgte eine neue 3er-Gruppe "Aljoerados", die sich zusammensetzte aus den Freunden von Joe Bretz: Alexander und Radovan und die fetzige Soul-Songs ablieferten. Die Gäste waren von den ersten beiden Auftritten so begeistert, dass keiner von den Künstlern ohne Zugabe von der Bühne kam. Auch neu auf der Offenen Bühne war die Gruppe Stereo Acoustix, die Songs im Stil der 80er Jahre spielten und das Publikum, das eben noch viele Stücke aus der Zeit kannte, begeisterten.


Als weiterer neuer Künstler folgte der Pfaffenhofener Singer-Songwriter Ralf Dee mit eigenen Stücken. Früher bewegte er sich stilistisch irgendwo zwischen Folk, Folk-Rock, Alternative, Indie, Blues und Country. Doch neben früheren englischen Titeln gab es diesmal auch kritische Stücke in Deutsch zu hören. Seine Lieder waren kleine Geschichten über skurrile und außergewöhnliche Charaktere, Mitläufer ohne eigene Meinung oder es ging um Charaktereigenschaften wie Geiz und Neid, aber auch um den Klimawandel und andere globale oder kleine, alltägliche Probleme. Das ganze verpackte er mal humorvoll, mal nachdenklich oder melancholisch in seiner typisch eigenständigen Art.


Eine weitere neue Gruppe war "Escape" aus Neuburg mit ihrer jungen, tollen Sängerin Tanja Sommer, die mit ihrem jugendlichen Charme und ihrer kräftigen Stimme mit deutschen Texten das Publikum begeisterte, so dass die Gäste mitklatschten und mitsangen.

 

Bekannt war dagegen bereits Willi B. Solo, der schon einige Auftritte bei der Offenen Bühne hatte. Doch an diesem Abend hatte er eine Partnerin mitgebracht, die in Geisenfeld keine Unbekannte mehr ist: Monique Sonnenschein, die sonst eher für Kinderbegeisterung steht. Doch an diesem Abend spielte sie mit ihrer elektronischen Geige zusammen mit Willi B. Solo ruhige, besinnliche Stücke. Ihr langes Abendkleid passte damit ganz gut zu ihrer Musik. Aber Willi B. Solo konnte auch wieder anders, nämlich mit seinen Liedern des Wieners Georg Kreisler, wie seine schon gern gehörten Stücke "Telefonbuch-Polka" und "Mein Weib will mich verlassen". Einfach tolle schräge Lieder voller schwarzem Humor. Aber auch zaubern konnte Monique Sonnenschein mit einem Federbüschel, speziell für Erwachsene - da waren ihr die Lacher sicher.


Susi & Friends folgten als nächste Gruppe, wobei sich dahinter der " bayrische Italiener Mex", Mercurio Nardozza, sein Bruder Stefano sowie Martin Proll versteckten, die auch schon die Offene Bühne "gerockt" hatten, doch sie hatten als Neuling die Sängerin Susi Wagner aus Mainburg dabei, die damit erstmals auf einer Bühne vor einem Mikrophon stand. Mit ihrer lauten, kräftigen Stimme und Textsicherheit begeisterte sie ihre Musikerfreunde und das Publikum ging voll mit. Den Abschluss des Abends machte kurz vor Mitternacht Jochen Irschinger mit seinen deutschen frechen Liedern wie den "Barthelmarkt-Shuttle" oder das Lied über sein Geburtstagsgeschenk, einen "Nasenhaarschneider". Dabei brachte er immer wieder die verschiedensten bekannten Melodien mit frechen eigenen Texten zusammen.

Und das Beste an der ganzen Offenen Bühne ist, dass die Künstler ohne Gage auftreten, bis auf ein oder zwei Freigetränke, und kein Eintritt kassiert wird.

(Fotos: Wilma Bretz 3, wk 7)
 

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