Typisch boarisch- Brauchtumsfreunde beim Mundartabend

Typisch boarisch- Brauchtumsfreunde beim Mundartabend

Oberpindhart

Oberpindhart, 03.03.2013 (sh).

So gar nicht karrierehemmend oder angsteinflößend präsentierte sich die bayerische Mundart erneut am vergangenen Sonntag beim Huberwirt in Oberpindhart als es wieder hieß "Es singan, tanz und spuin". Ein volles Haus gab es beim letzten Mundartabend vor dem Winterhalbjahr.

Die Aufrechterhaltung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Bayern und deren Weitergabe an jüngere Generationen kann nur gelingen, wenn es einem die "Großen" in ihrer Vorbildfunktion vorleben. Dessen ist sich auch der Förderverein Baierische Sprache und Dialekte sicher. Aus diesem Grund organisierte Sepp Geier als Mitglied des FBSD wieder einen äußerst gelungenen Mundartabend. Sein Grußwort richtete er an eine Reihe ausgewählter und uriger, typisch boarischer Künstler, darunter auch bekannte literarische Hochkaräter wie Ludwig Thoma, der bereits zum zweiten Mal die Zuschauer mit seinen mal heiteren mal nachdenklichen kleinen Geschichten auf das Beste unterhielt. "Auf de Werbung konnst oan lassn" oder auch "Man miassert direkt zwoamoi lebn" waren Anekdoten, die er aus seinem eigenen Leben vortrug. Für die nötige Zünftigkeit sorgte die Musikantengruppe Maschant, die dem Publikum mit traditionellem Liedgut wie "I bin a oida Schmaizlaschnupfa" und anderen Landlern und Zwiefachen aufspielten.

"Blecherne Saitn" zeigten voller Inbrunst und Passion, was sie so drauf haben und ermunterten u. a. beim "High-Society Blues" die Zuschauer zum Mitsingen. Sie deckten musikalisch und gesanglich alles ab, von traditioneller bis herkömmlicher Volksmusik und schweiften mit ihren extra Einlagen auch in die etwas andere Richtung aus. Mit dabei am Sonntag war auch die Familienmusi Märtl, ein Trio bestehend aus zwei Klarinetten und Akkordeon. Mit ihren feinen, weichen Klängen brachten sie die Seele zur Ruhe. Auch von den Pindharter Kindern durfte man einiges an witzigen Wortbeiträgen hören angefangen vom Bierzeltsketch bis hin zum Saupreißn. Nachdem erst einmal die große Winterhalbjahrespause ansteht geht es dann wieder weiter am Allerweltskirda, dem 19. Oktober zur genwohnten Zeit am gewohnten Ort.

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