I red boarisch, und du?

I red boarisch, und du?

Oberpindhart

Oberpindhart, 03.02.2013 (sh).

Mundartabende sind nach wie vor ein Renner. Ein volles Haus gab es auch beim ersten Mundartabend im neuen Jahr beim Oberpindharter Huber-Wirt. Mit vielen interessanten und originellen Künstlern konnte man Leute aus nah und fern bei nasskaltem Wetter in die warme Wirtsstube locken. Ein Grund mehr sich dem eigenen Dialekt besonders zuzuwenden und die gelungenen Darbietugen zu genießen.

Dass Dialekte und vor allem der Bayerische gar nicht mal so out sind, wie es einem vielleicht scheint, bewiesen einmal mehr der Förderverein Bayerische Sprache und Dialekte (FBSD) mit Organisator Sepp Geier aus Oberpindhart. Die Zuhörer bekamen abwechslungsreiche Volksmusik vom feinsten geboten. Für den schmissigen Einstieg sorgten "Die Kehlsbachbuam", eine zünftig bajuwarische Bleckbläsergruppe, und brachte sofort beste Stimmung in den Saal. Ruhigere Töne dagegen, die sowohl der Seele gut tun als auch dem ein oder anderen ein Lächeln ins Gesicht zauberte, waren danach von dem Moosburger Dreigespann "Auf d´Seitn" zu hören, eine ausgezeichnete Stubenmusi bestehend aus Zither, Gitarre und Gesang. Der "zrissene Hodalump" oder "De Scheene und der Schiache" wurden u. a. von ihnen musikalisch perfekt umgesetzt.

Dass er sein musikalisches Handwerk aus dem Effeff heraus beherrscht, zeigte Richard Brandl eindrucksvoll mit seinem Jodelgesang. Seine kräftige Stimme, die mitreißenden Jodler und sein selbstgeschaffenes Liedgut hinterließ im Saal ein großes Staunen. Dabei freute sich der extra aus Amerika angereiste internationale Sänger, der sonst immer im Hofbräuhaus in Las Vegas singt sehr, einmal wieder in seiner Heimat Bayern auftreten zu dürfen.

Lustige, unterhaltsame aber auch nachdenklich stimmende Geschichten gab im Anschluss der Landshuter Humorist Norbert Christian Dick zum Besten. Ob nun Hintersinniges über vermeintlich prestigehafte Titel im Nachnamen, von leidigen Tanzveranstaltungen oder über die neumoderne Unterdrückung der Manner - Dicks Anekdoten, zum Großteil aufgezeichnet aus Beobachtungen des eigenen Lebens, fanden sehr großen Anklang und waren stets von einem leisen Schmunzeln der Besucher begleitet.

Alles in allem war es wieder ein äußerst kurzweiliger und gelungener Abend und so stimmte man zum Schluss noch gemeinsam auf die Bayern Hymne ein. Anhänger und Freunde der altbaierischen Mundart dürfen sich auf einen erneuten Mundartabend am 3. März um 17 Uhr ebenfalls in Oberpindhart freuen.

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