Rätselhafter schwarzer Monolith in Pfaffenhofen

Rätselhafter schwarzer Monolith in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 23.06.2016 (mh).


Praktisch über Nacht ist er erschienen, ein schwarzer Monolith, 4 x 4 x 4 Meter, mitten auf dem Pfaffenhofener Hauptplatz, seitdem rätseln die Kreisstädter. Es war Sommersonnenwende und der „Erdbeermond“ herrschte am Firmament, Vollmond und Sonnenwende fallen nur alle 70 Jahre zusammen, sehr mystisch.


Viele Stimmen und Meinungen waren zu hören: „Das Hauptplatzklo nach 40 Jahren Wartezeit“, „Ein Denkmal für den Bürgermeister, wenn die Albaner eine Mutter Theresa aufstellen, dann…“, „Plakatwand für den Wahlkampf“, „Kunstaktion zur Langen Nacht der Kunst“, „W-LAN-Sender für alle von Markus Söder“, „Eine Ersatz-Kaaba, aber da stimmen die Seitenlängen nicht“, „Windradersatz oder Kinderspielplatz“, „Guckkasten zur Gartenschau, die Löcher werden noch gebohrt“, „CSU-Denkmal, aber dazu ist es zu kantig und gradlinig“, „Bauträgermodell für zukünftige Neubauten“ und, und, und. Eine klare Antwort war auch aus der Stadtverwaltung nicht zu erfahren: „Man müsse erst die Zuständigkeiten klären.“


So steht er nun da, ungefähr in der geografischen Mitte der lebenswertesten Stadt der Welt und prüft als rein passives Objekt, wie weit die Menschheit in Raum und Entwicklung vorgestoßen ist. Da fällt mir Kubricks bestes filmisches Vermächtnis – "2001: A Space Odyssey" – ein, spielte da nicht ein schwarzer Monolith die entscheidende Rolle? Er war in der Geschichte der Auslöser zum Aufbruch, steht uns ein solcher bevor, und wenn ja, wohin? Will das der Pfaffenhofener, das man ihm so ungefragt einen schwarzen Kasten in die gute Stube, auf seinem Hautplatz stellt? Nein, er mag es nicht, er will eine Erklärung, ein Schild, irgendetwas, über das er sich aufregen kann und die unnötige Geldverschwendung ins Gespräch bringen kann.



 

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