Fasching total - Gaudiwurm wieder voller Erfolg

Fasching total - Gaudiwurm wieder voller Erfolg

Mainburg

Mainburg (sh).

 

 

Optimale Temperaturen und frühlingshafter Sonnenschein begleiteten den diesjährigen Mainburger Gaudiwurm mit insgesamt 60 verschiedenen Motivwägen. Hunderte Besucher strömten in die Innenstadt, die Stimmung war erstklassig. Auch wenn die Fußgruppen heuer etwas weniger stark vertreten waren als sonst, übernahmen dafür die anderen Faschingswägen die „Kritikarbeit“ und griffen dabei nicht wenige brisante örtliche und überregionale Themen auf.

Viele Gruppen hatten keinerlei Mühe, sich ein Thema für ihre Wagen zu suchen, denn gerade in Mainburg waren die zurückliegenden Verkehrs- und Baumaßnahmen an der Schulbaustelle gepaart mit vielen ärgerlichen Umleitungen ein „gefundenes Fressen“ für die Faschingsgruppen. Aber nicht nur der örtliche, sondern auch der allgemein grassierende Bauwahn in Bayern bekam sein Fett weg: „Da Horst baut wia da Ludwig scheene Schlösser“.

Die „Dauerbaustelle Mainburg“, die den Bürgern die letzten Monate viel Geduld und Nerven abverlangte wurde ebenso thematisiert wie der Poststreik von der KLJ Aiglsbach und das Sterben der Innenstadt wurde von einer Fußgruppe aus Walkersthofen mit dem lapidaren Spruch, „aba a Fitnessstudio, des geht imma“ kommentiert – mit einem echten mobilen Fitnessstudio versteht sich. Kopfzerbrechen bereitete den Sandelzhausenern auch der „Politische Affenzirkus in Deutschland“. Grenzkontrollen und Abhörskandal lassen grüßen.

 

Daneben wurde noch die TV Landschaft ins Visier genommen. Die Faschingsfreunde Tollbach persiflierten „Bauer sucht Frau“ frei nach dem Motto: „Das können wir besser“. Ebenso durch den Kakao gezogen wurde der VW Abgas-Skandal einstecken. Gleich vier Gruppen gestalteten ihre Wägen passend zu dem Thema und scheuten bei der Wagengestaltung keine Mühen, um sogar einen präparierten Schrottwagen am Gefährt anzubringen.

Manche griffen sogar auf den Spruch: „ Alles Schwarz und Grau – nichts wie weg VW, du Sau“ - etwas derb, aber aus Sicht der Narrengemeinde doch verständlich. Nach dem ausgiebigen „Guttiregen“ und der Dauerbeschallung ging die Riesensause direkt am Marktplatz weiter. Die Moderatorin der Narrenbühne, Hannelore Langwieser, begrüßte alle einziehenden Wagen unter Hellaurufen und die feierwütigen Faschingsfreunde machten noch bis in die Abendstunden hinein Party.

 


 

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