"Der Tote am Maibaum" - ein bayerischer Regionalkrimi

"Der Tote am Maibaum" - ein bayerischer Regionalkrimi

Mainburg

Mainburg, 24.10.2014 (sh).

Bei der Autorenlesung am Freitag in der Volkshochschule Mainburg gab der Autor Alexander Bálly einen kleinen Vorgeschmack auf seinen ersten Lokalkrimi „Der Tote am Maibaum“ aus Bayerns hopfenseeligem Herzen, der Holledau. Ausgerechnet in der Marktgemeinde Wolnzach hängt eines Tages im August ein Bauunternehmer tod am Maibaum. Die Polizei scheint ratlos. Da bleibt am Ende nur noch der Metzgermeister Ludwig Wimmer von „Scherlock Pinkerton & Co. Wolnzach“ als Ermittler übrig.

„Guad schaut des fei ned aus“. So wird der Mord, der in der Marktgemeinde Wolnzach spielt, trocken kommentiert. Der neueste Regionalkrimi von Alexander Bálly besticht durch sein ausgeprägtes Maß an Lokalkolorit. Nicht nur hat der Schriftsteller sich für seinen Krimi eine Hand voll Schauplätze aus der Holledau ausgesucht, darunter Wolnzach, Geisenfeld oder auch Rohrbach, auch trägt die bajuwarische Sprachfärbung zu einer schnellen Identifikation mit den handelnden Personen bei.

In kleiner aber durchaus feiner Runde las Alexander Bálly, der schon „Eine Frage von Leben und Tod“ oder auch „Für Licht und Vollkommenheit“ veröffentlichte, aus seinem brandneuen Krimi vor. Dabei hoffte er, dass die Zuhörer genauso viel Spaß haben würden wie er selbst während des Schreibens. Dieser verlief wie am Schnürchen sodass „Der Tote am Maibaum“ jenes Buch sei, mit dem er sich bisher, was das Schreiben anbelangte, am leichtesten tat.

 


Eine heiße Ermittlungsjagd steht an, bei der sich Opa Wimmer mit seiner Enkelin Anna als ulkiges Detektivduo und die Polizei auf spannende Mördersuche begeben. Sogar eine Sonderkommission „Maibaum“ wird ins Leben gerufen.

Der Krimi besticht durch sympathische Protagonisten, die weder Überhelden sind noch sonst über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Mit einer großen Portion Humor wird die Geschichte verfolgt, die eine oder andere Windung und falsche Fährte ist auch dabei, bevor es zu einem glaubwürdigen, sauberen Ende ohne Kommissar Zufall kommt.
 

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