Römerturm erstrahlt nach Umbau in neuem Glanz

Römerturm erstrahlt nach Umbau in neuem Glanz

Gasseltshausen/Mainburg

Gasseltshausen/Mainburg, 15.08.2013 (sh).

Das geschichtsträchtige Denkmal in hochmittelalterlicher Architektur war am Patroziniumsfest an Mariä Himmelfahrt nach langen Restaurations- und Sanierungsarbeiten nun offiziell wieder begehbar. Die Dorfgemeinschaft zelebrierte zusammen mit Pater Slawo aus Lindkirchen die heilige Messe im Obergeschoss des zweistöckigen Sakralbaus.

Der zweigeschössige "Römerturm" von Gasseltshausen wurde vor 800 Jahren in der Zeit der Romanik erbaut und gehört zu den ältesten Backsteinbauten Altbayerns. Er hat das Aussehen eines starken Turmes und ist im Volksmund allgemein als "Römerturm" bekannt. Die einzigartige Kirche entstand erst viele Jahrhunderte später, nachdem die Römer die Gegend schon längst verlassen hatten.

Sie steht auf einer Anhöhe und beherrscht das Ortsbild des kleinen Dorfes der Gemeinde Aiglsbach. Die Lage des Kleinöds berechtigt wohl zur Annahme, dass hier römische Legionäre vor fast 2000 Jahren einen Beobachtungsturm gebaut hatten. Sie konnten von hier aus das Land und damit ihre Nachschubwege gut überblicken.

Nun war am vergangenen 15. August das altehrwürdige Gotteshaus nach langer Zeit der Sanierung wieder begehbar. Um 11 Uhr wurde Gottesdienst gefeiert, der dort normalerweise nur einmal im Jahr stattfindet. Die beinahe einjährigen Restaurationsarbeiten sind vollendet. Aufgrund starker Schäden und undichten Stellen wurde das Mauerwerk der äußeren Treppenanlage erneuert. Auch die ehemals stark abgenutzte und morsche Treppe wurde komplett ersetzt, wie auch das Treppengeländer. Mit viel Akribik wurden überdies die Furchen an der äußeren Backsteinmauer teilweise neu verputzt. Dabei wurde bewusst darauf geachtet, den antiken Charakter des Gotteshauses zu erhalten, damit dieser nicht zu modern daherkommt.

Wer sich die Mühe macht, nach der Besichtigung auch noch den Kirchturm zu besteigen, dem bietet sich an klaren Tagen ein schöner Rundblick auf die nördlichen Ausläufer der Hallertau bis zur Befreiungshalle nach Kelheim. Auf Anfrage kann bei Kirchenpfleger Johann Waldinger (08751 1894) eine Kirchenführung beauftragt werden.

 

 

 

 

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