Total verstrahlt?

Total verstrahlt?

Mainburg

Mainburg, 23.05.2012 (bbe).

 

„Total verstrahlt?“ So lautete das Thema des Vortrags in der Grundschule Mainburg und „Wie stark strahlen Handys und Mobilfunkmasten?“, darüber klärte der Diplom Physiker Clemens Mehnert vom Bayerischen Landesamt für Umwelt auf.

Der sehr interessante und äußert aufschlussreiche Vortrag räumte über viele Vorurteile auf die über Handys und Handymasten im Umlauf sind. Herr Mehnert berichtete z.B., dass man bei einem Handytelefonat von nur wenigen Minuten mehr Strahlung abbekommt als wenn man sich einen Tag in der Nähe eines Handymastens aufhält.

Es wurde auch über das Vorurteil aufgeklärt, dass ein Handy angeblich immer strahlt, sogar wenn es ausgeschaltet ist, was aber bei einem Versuch eindeutig widerlegt wurde. Die Strahlung bei einem neueren Handy z.B einem Smartphone mit UMTS und G3-Funktion liegt sogar beim telefonieren bei nahezu Null und solange keine Verbindung aufgebaut ist gibt es auch Handys die nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik sind keine Strahlenbelastung.

Um bei älteren Modellen die Belastung so gering wie möglich zu halten, wird bei einem Telefonat empfohlen, einen Standort mit gutem Empfang zu wählen, ein Headset zu verwenden und direkten Körperkontakt zu vermeiden, was übrigens genauso bei Laptops mit W-LAN gilt, die man sich oft auf die Knie legt.

Herr Mehnert zeigte anhand von Diagrammen die Marktentwicklung des Mobilfunks in Deutschland vom 1992 mit quasi Null Nutzern bis 2012 mit über 100.000.000 Verträgen und die prozentuale Anzahl von Handybesitzeren bei Kindern die bei ca. 30% und bei Jungendlichen und jungen Erwachsenen schon bei fast 100% liegt.

Er erklärte wie sich die Leistungsflussdichte mit der Entfernung von der Punktquelle verhält und nahm als Beispiel die Glühbirne. Zudem erläuterte er die automatische Leistungsregelung am Handy, da Handys ihre Sendeleistung bei gutem Empfang sehr stark drosseln können und somit die Strahlung abnimmt umso näher der Nutzer am Sender ist. Was auch sehr interessant ist, dass die Absorption von Mobilfunkstrahlung (SAR) am Kopf bzw. Ohr die höchste Leistungsflussdichte hat und sie hier um den Faktor 1.000 bis 2.500.000 stärker ist, als die des Mobilfunkmastens.

 

 

Außerdem zeigte Herr Mehnert die Nutzer- bzw. Senderdichte im Vergleich zu einer Kleinstadt, er nannte als Beispiel Mindelheim, da die Einwohnerzahl dort Mainburg sehr ähnlich ist, mit 9 Standorten und München-Innenstadt mit 178 Standorten.

Auch stellte er DECT-Telefone mit den Neuen mit „ECO plus“-Modus gegenüber und nicht nur das der Energieverbrauch ca. 60% geringer ist, sondern die gepulste Sendung bei Basisstation und Mobilteil und die spezifische Absorptionsrate ist um bis zu 80% geringer, und im Standbymodus senden diese gar nicht mehr.

Am Ende stellte Herr Mehnert noch ein Forschungsprogramm des Deutschen Mobilfunk aus dem Jahre 2008 vor. Dabei ging es um die Frage wie beeinflusst Mobilfunkstrahlung die Gehirnleistung, die Blut-Hirn-Schranke, das Auge und Ohr, das allgemeine Wohlbefinden wie z.B. Schlaf und gibt es bei langfristiger Einwirkung gesundheitsschädigende Auswirkungen wie z.B. Krebs?

Ergebnis war, dass unterhalb der Grenzwerte weder bei Zellkulturen, Versuchspersonen, epidemiologischen Studien oder Tierversuchen über mehrere Generationen keine Nachweise auf eine schädliche oder negative Wirkung von Mobilfunk festzustellen war lt. Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Interessantes Infomaterial gibt es hierzu auf der LFU Homepage unter www.lfu.bayern.de zum Thema Strahlung, eine Broschüre über Elektrosmog zu bestellen unter www.bestellen.bayern.de und weitere Informationen unter www.strahlenschutz.bayern.de.

 

 

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Kommentare
25.05.2012 12:30:36
Grenzwerte für Mobilfunk beinhalten sehr wohl Vorsorge!

Grenzwerte für Mobilfunk beinhalten sehrwohl Vorsorge Wer auf die österreichische Ärztekammer verweist, dem ist wohl nicht bekannt, daß im Wiener Teil der Reflexstudie, die der Zigarettenpapst Prof. Franz Adlkofer leitete, Daten nicht nach wissenschaftlichen Kriterien erhoben, sondern hingetrickst (=gefälscht) worden sind. Überall hat auch Dr. Gerd Oberfeld seine mobilfunkkritischen Finger mit im Spiel. So wundert es nicht, daß dessen Pfuscharbeiten (Vergewaltigung der Statistik, Krebsfälle in Hausmannstetten bei Graz einem zum angenommenen Entstehungszeitpunkt gar nicht existent gewesenen Sender zuordnen) auch bei insbesondere der esoterischen Ecke zugeneigten Politikern, die auch im EU-Parlament auf Dummenfang gehen, gut ankommen und entspechende Postulate entstehen lassen. Die sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt worden sind. Alle diese Ärzte, die einen solchen Stuß bezüglich angeblicher Gefahren ausgehend von der schwachen Hochfrequenzbefeldung durch Sendemasten von sich geben, sind gut beraten, wenn sie ein Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik/Hochfrequenztechnik erst mal erfolgreich abschließen, bevor sie weiterhin ihre selbst gemachten Fehler der Öffentlichkeit als wissenschaftliche Fakten anzudrehen versuchen. Wer viel misst, misst viel Mist. Insbesondere, wenn er keine Ahnung von Messtechnik und speziell der Hochfrequenztechnik hat. Das ist leider bei viel mehr Ärzten der Fall, als technische Laie glauben möchten. Franz Hornauer, Bruckmühl -HF-

25.05.2012 11:23:49
Grenzwerte für Mobilfunk beinhalten keine Vorsorge

Das Europäische Parlament stellt im Zwischenbewertung des "Europäischen Aktionsplans Umwelt und Gesundheit 2004-2010" fest "dass die Grenzwerte für die Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern nicht mehr aktuell sind [...] und dem Problem besonders schutzbedürftiger Gruppen, wie Schwangerer, Neugeborener und Kinder, nicht gerecht werden" http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&reference=P6-TA-2008-0410&language=DE "Der Grundgedanke guter Umweltpolitik, nämlich der der VORSORGE ist hier nicht implementiert." Parl. Staatssekretärin Simone Probst, Ein Überblick über Studien, unter denen sich allerdings nur wenige Lanzeitstudien finden, gibt der "Leitfaden Senderbau" der AUVA in Zusammenarbeit mit der ÖAK. http://www.aerztekammer.at/documents/10618/976981/LeitfadenSenderbau_LSB.pdf SPÄTE LEHREN AUS FRÜHEN WARNUNGEN: DAS VORSORGEPRINZIP 1896—2000 http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2697.pdf

25.05.2012 08:19:54
Mit ollen Kamellen auf Dummenfang

@ diagnose-funk Seit nunmehr über 20 Jahren gibt es Mobilfunksender. Die Praxis zeigt, dass auch nach 10, 15 oder 20 Jahren keinerlei negative Auswirkungen auf die Nachbarschaft auftreten. Das Geschäft mit der Angst, aus der Esoterikecke und von Baubiologen usw. geschürt, hat lange funktioniert und man hat Millionenumsätze jedes Jahr gemacht. Das Thema Mobilfunk dürfte mittlerweile abgehakt sein, jetzt geht es gegen Stromleitungen, Windräder usw - mit den selben esoterischen Argumenten

25.05.2012 00:00:32
Diagnose Funk = Desinformationsverein

Immer wenn ich solche Sätze lese, daß ein Mobilfunkmast 24 Stunden am Tag sendet und man den Gebrauch des Handys selber entscheiden kann, weiß ich, daß nun viel Unsinn in der weiteren Begründung nur noch kommen kann. Was nach 10 Jahren mir Ihrer Gesundheit passiert, wenn Sie nahe an einer Basisstation wohnen, kann ich Ihnen genau sagen: NICHTS, gar nichts, was nicht auch ohne den Handymast ebenfalls passiert wäre. Ich selbst wohne nun schon deutlich länger als 10 Jahre im Nahbereich von 3 Basisstationen und es ist nichts passiert. Dafür ist schlicht die Strahlungsdichte viel zu gering. Was meinen Sie, was z.B. mit Technikern des Bayerischen Rundfunks am 1838 m hohen Wendelstein, wo einer der Hauptsender des Bayerischen Rundfunks mittlerweile mit mehr als der 1000fachen Sendeleistung einer Mobilfunkbasisstation (seit über 60 Jahren im Dauerbetrieb) sendet, schon längst passiert sein müßte, die sich dort in Wochenschichten keine 400 m von den Sendeantennen rund um die Uhr aufhalten? Anstatt sich beim Baubiologendesinformantenverein Diagnose Funk zu informieren, rate ich Ihnen, es mal mit den Originalausgaben der Studien der seriösen Wissenschaft zu versuchen. Als Anfang lege ich Ihnen die allgemein zugängliche Quelle des Bundesamtes für Strahlenschutz nahe. Da relevante athermische Wirkungen von Mobilfunkbefeldungen in den letzten 40 Jahren nicht gezeigt werden konnten und aber im Frequenzbereich unter 300 GHz (wozu alle heutigen Funkdienste zur Nachrichtenübermittlung gehören) schon längst thermische Wirkungen auftreten, noch ehe athermische in Erscheinung treten könnten, ist zweifelsfrei erwiesen, daß die ICNIRP-Grenzwerte bereits weit zur sicheren Seite hin nach unten festgelegt sind. Athermische Wirkungen der Mobilfunkbefeldung würden zwangsläufig sofort auffallen und daher seit der starken Verbreitung von DECT-Telefonen, Handys und sonstigen Mobilfunktechniken in den letzten 2 Jahrzehnten schon längst ihren Niederschlag in den Krebsstatistiken gefunden haben. Doch die altersbereinigte Krebsstatistik gibt ein derartiges Ergebnis einfach nicht her. Die Leute werden dank der Mobilfunktechnik heute deutlich älter als noch vor 40 Jahren, weil eben meistens auch in der Pampa irgendwer ein Handy bei sich trägt, wenn er auf einen anderen trifft, der da möglicherweise gerade einen Herzanfall erlitten hat und heute im Gegensatz zu früher schnell kompetente Hilfe herbeiholen kann. Die Exposisitonsdauer spielt bei so geringen Strahlungsdichten, wie sie auch nur 10 m im Hauptstrahl einer Basisstationssektorantenne selbst bei Maximalauslastung der Basisstation nur auftreten können, überhaupt keine Rolle. Die Strahlungdichte am Kopf ist da bereits kleiner als bei einem auf seiner allergeringsten Sendeleistung sendenden Handy. Ein Handy kann nur auf seine geringste Sendeleistungsstufe von der Basisstation zurückgesteuert werden, wenn das Handy bei der Basisstation noch gut empfangen wird. Dafür darf die Basisstation bei optischer Sicht maximal 400 m von der Basisstation entfernt sein. Sobald Häuser dazwischen sind, muß die Entfernung deutlich kleiner werden. Wer die Basisstationen möglichst weit von seinem Wohnort entfernt sehen möchte, muß dann zwangsläufig damit leben, von allen Händys in seiner näheren Umgebung stärker befeldet zu werden. Franz Hornauer, Bruckmühl -HF-

24.05.2012 22:22:58
Doch, die Frage kann ich beantworten!

Mein Vorredner (... 24h pro Tag) behauptet: "Was passiert nach 10 Jahren mit meiner Gesundheit, wenn ich nahe einer Antenne wohne? Die Frage kann niemand beantworten." Doch diese Behauptung ist falsch. Ich lebe seit mehr als 10 Jahren mit meiner Familie in 16 Meter Abstand zu einem GSM/UMTS-Kombimast in München. Unsere DG-Wohnung liegt zudem exakt auf gleicher Höhe zu einem UMTS-Mast in 90 Meter Abstand. der 3. Mast ist in 300 Metern. Wir haben auch DECT und W-LAN und es geht uns allen, auch unseren Kindern, gesundheitlich hervorragend. Und unsere Nachbarn sind ebenfalls noch alle putzmunter. Organisierte Mobilfunkgegner schüren unbegründete Ängste vor Funk, denn mit der Angst der Leute lässt sich ziemlich mühelos Geld machen. Diese Bauernfängerei bekämpfen wir vom IZgMF seit vielen Jahren. Informieren Sie sich richtig: Nur wer nichts weiß, muss alles glauben.

24.05.2012 10:41:09
Mobilfunkmast sender 24h pro Tag

Ein Mobilfunkmast sendet permanent, 24 Stunden am Tag, im Gegensatz zum Handy. Den Handygebrauch kann jeder frei entscheiden, Anwohner in der Nähe von Antennen haben diese Möglichkeit nicht. Was passiert nach 10 Jahren mit meiner Gesundheit, wenn ich nahe einer Antenne wohne ? Die Frage kann niemand beantworten. Prof. Hecht (Hecht Balzer 1997) sieht in der Expositionsdauer einen größeren Effekt als in der Stärke der Strahlung. Athermische Wirkungen auf Zellen sind der Strahlenschutzkommission seit 1991 bekannt. Die Grenzwerte berücksichtigen nur thermische Wirkungen und beinhalten keine Vorsorgekomponente. http://www.diagnose-funk.org

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