Bald summts auch in Pfaffenhofen

Bald summts auch in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 15.05.2015 (rt).

Cornelis Hemmer hat als Vertreter der Stiftung Mensch und Umwelt schon in einigen Städten der Bundesrepublik das Projekt „Deutschland summt!“ verankert und wird wohl bald auch Pfaffenhofen beratend zur Seite stehen.

 

Alle wollen den Honig- und Wildbienen wieder auf die Beine helfen: Für die Gründung "Pfaffenhofen summt!" haben sich am gestrigen Feiertag ein Dutzend Unterstützer gefunden, die diese Initiative der besonderen Art zunächst in der Kreisstadt auf den Weg bringen wollen.

Ziel der Gemeinschaft, die eventuell als Gestaltungsgemeinschaft auftreten wird, ist es, die Menschen für den Schutz der sympathischen Sechsbeiner zu mobilisieren und somit auch die Biodiversität in der Stadt für künftige Generationen zu erhalten. Durch vielerlei Eingriffe in ihre Lebensgrundlagen verschlechtert sich die Situation der Bienen zusehends. Unter anderem auch wegen ihrer nicht zu unterschätzenden Bestäubungsleistung gilt es, ihrem schleichenden Verschwinden Einhalt zu gebieten. Dazu soll in Kürze das Projekt "Pfaffenhofen summt!" in Angriff genommen worden. Ein erster Unterstützerkreis ist am vergangenen Wochenende im Pfaffenhofener "InterKulturGarten" zusammengekommen, um über die Gründung einer entsprechenden Körperschaft oder Gestaltungsgemeinschaft zu beraten.

Helfend zur Seite stand dabei Cornelis Hemmer als Vertreter der Stiftung Mensch und Umwelt, die unter ihrem Dach das Gesamtprojekt „Deutschland summt!“, das sich seit 2010 mit der biologischen Vielfalt im städtischen Raum auseinandersetzt, beratend begleiten wird. Nicht nur Lebensräume sollen damit geschützt werden, sondern auch die Städter sollen ihre Bienen wertschätzen lernen und deren Bedeutung für das gesamte Ökosystem erkennen.

 

Eine ganze Reihe von Persönlichkeiten aus der Kreisstadt und dem Landkreis, die sich für den Erhalt einer vielfältigen Natur einsetzen, sind am Wochenende zusammengekommen und wollen sich in Kürze gemeinsam für Honig- und Wildbienen einsetzen.

 

Beteiligen wollen sich an der vom Pfaffenhofener Künstler Manfred „Mensch“ Mayer auf den Weg gebrachten Initiative unter anderem die Kreisgruppe des Bund Naturschutz in Bayern, Gartenplaner Nikolaus Buhn (Aktionsteam Blumen in der Stadt), Mario Dietrich (Teamleiter Grünanlagen/Stadtwerke Pfaffenhofen), Andreas Kastner (Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege/Landratsamt) oder auch Imkervorstand Peter Ponschab. „Wir wollen mit ‚Pfaffenhofen summt‘ den mit der Aktion ‚Blumen in der Stadt‘ vor zwei Jahren eingeschlagenen Weg fortsetzen“, sagt Mayer. Den Bienen ginge es nicht gut, deshalb wolle man auch Pfaffenhofen „zum Summen bringen“. Allerdings sei dies auch ein Thema, das über die Stadt hinaus bedeutend sei.

Hemmer wies darauf hin, dass mit seiner Stiftung ein Kooperationsvertrag geschlossen werden könne, um dann gemeinsam in das Thema einzusteigen. Doch müsse dem Vorhaben eine gemeinnützige Körperschaft vorangestellt werden. In anderen Initiativstädten, wie etwa in Berlin, München oder Eichstätt funtioniert das bereits. Hemmer regte einen ein- bis zweitätigen Vernetzungsworkshop in Pfaffenhofen an, der eine Vertiefung des Themas und erste und mittelfristige Schritte zur konkreten Umsetzung vor Ort erbringen soll. Demnächst wird es deshalb eine Gründungsversammlung geben. Wer bei „Pfaffenhofen summt!“ mitmachen möchte, kann sich jetzt noch bei Manfred „Mensch“ Mayer per Mail (manfred.mensch.mayer@pfaffenhofen.de) dazu melden.
 

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