Drei Fünftel Stachelbär – Auf eigene Gefahr

Drei Fünftel Stachelbär – Auf eigene Gefahr

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 13.10.2014 (mh).

Drei Fünftel Stachelbär – Auf eigene Gefahr


Das Beste vom Besten, das Feinste vom Feinen, das Bissigste vom Bissigen, von den Schönsten der Schönen, das Pfaffenhofener Kabarett zu bieten hat. Die drei Altmeister der Sprachakrobatik, aus erfolgreicher heimischer Zucht, Roland Andre, Claus Drexler und Michael Eberle, seit 33 Jahren gemeinsam, erfolgreich auf der Bühne, besetzen fast jeden Superlativ.


Tägliche Erfahrungen aus drei Jahrzehnten, mit dem Sinn und Unsinn dieser Welt, lassen sie gelassen sein, was den Bühnenauftritt betrifft. Die Herren kennen sich und lassen keinen Moment aus, dieses geheime Wissen auch in hinterfozigstem Spott auszuspielen. Es ist diese schöne, gefürchtete und unnachahmliche Pfaffenhofener Art, des „Bläd daher redens, aber gscheid“, die nur dem Hiesigen wirklich geläufig ist.
Der Programmtitel „Auf eigene Gefahr“, bezieht sich demnach auch mehr auf den „Zuazogna“ im Publikum, oder wie Fred Fesl sagt, dem „Semigeist“. Eine Bildung braucht es schon, will Frau/Mann, den teils aberwitzigen Sprach Stafetten folgen, der rein oberflächliche Zeitgenosse ist klar im Nachteil. Obwohl, die Veganernummer nach der Pause, mit Claus Drexler als Rollbratensemmelgenießer und Michael Eberle am Bratensemmelschnürl, versteht sogar das Dr. Kind aus der Burzlbaam Kita.


Sie merken, die eigene Erfahrung spielt eine große Rolle im Kabarett der 3/5 Stachelbären, wer sich betroffen fühlt, ist auch gemeint. Wer Starkbierkabarett, oder Singspiel erwartet hat, wurde enttäuscht, zwar waren einige Solonummern aus dem letzten Frühjahrsprogramm geliehen, doch das „Derblecken“ blieb aus. Nachdenkliches, und der „normale“ Umgang, mit dem eigentlichen Irrsinn, in unserer täglichen Welt, bestimmt den Inhalt des Bühnengeschehens.


Kabarett Stachelbär, steht nicht nur in Pfaffenhofen, für erlesene Satire und feines Schauspiel. Manche Figuren sind das Du und Ich, aber über dieses Spiegelbild zu lachen, befreit von dem Zwang es zu ignorieren. Der gemeine Stachelbär, ist eben im richtigen Leben, durchaus in der Lage, sich und die seien, mit „normaler“ Arbeit zu ernähren. Der Spagat zwischen diesen Welten, gebiert bei dieser Truppe feinste Texte und herrlich absurde Szenen.
Die weise Entscheidung, ein eigenes Programm zu spielen, dem Kabarettistenherz einen Schubs zu geben und die vielen „Fans“ damit zu beglücken, ist eine ebensolche. Frau/Mann muss es gesehen, gehört und erlebt haben, die Stachelbären gehören zu Pfaffenhofen wie der Kirchturm, das Rathaus und die Mariensäle. „Ohne dat´s zwar a geh, aber wia schaugt denn des aus!“
Weitere unverzichtbare Vorstellungen unter http://stachelbaer3.de/


 

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