Saskia Hennig von Lange gewinnt Debütpreis

Saskia Hennig von Lange gewinnt Debütpreis

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 27.09.2014 (ce).

Zum vierten Mal traten beim Debütpreis – früher junger Literaturpreis – in der Kulturhalle drei Autorinnen an. Sie lasen jeweils 15 Minuten lang einen Ausschnitt aus ihrem Erstlingsroman, Publikum und Jury stimmten danach über die Platzierungen ab. Organisiert wurde der Preis vom Neuen Pfaffenhofener Kunstverein und der Hallertauer Volksbank.

Kulturreferent Steffen Kopetzky ging bei seiner Begrüßung auf den großen Erfolg des Literaturpreises ein. Moderiert wurde die Veranstaltung erneut von Nico Bleutge, der jeden Roman kurz zusammenfasste.

Wilfried Gerling, Vorstandsvorsitzender der Hallertauer Volksbank bedankte sich besonders bei Dorle Kopetzky und Nico Bleutge, die eine Vorauswahl der Romane treffen.

Madeleine Prahs lebt und arbeitet in Leipzig, sie verarbeitet in ihrem Roman „Nachbarn“ vier Zeitschichten und sechs Hauptfiguren. In der von ihr ausgewählten Geschichte „Teneriffa“ werden grausam Banalitäten sehr detailliert geschildert und von der Autorin ruhig gelesen.

Saskia Hennig von Lange lebt in Frankfurt. Ihr Roman „Zurück zum Feuer“ handelt vom Boxer Max Schmeling, seinem Haus und den Figuren darin und darum. Der Text in dichter Sprache führt direkt in menschliche Tiefen, die Autorin liest schnell und intensiv.

Christine Koschmieder aus Leipzig verknüpft in „Schweinesystem“ zwei Erzählstränge aus dem Deutschland der 70er Jahre und der amerikanischen Provinz. Der politisch tiefe Text führt Leser wie Zuhörer in sehr dichte und klare Bilder, die Personen werden fast real.

Beim Autorengespräch nach der Pause fragte Nico Bleutge die drei Autorinnen, wie sie zu ihrem Stoff gekommen sind und die Wege waren ebenso unterschiedliche wie die Schreibdauer. Die jungen Frauen schrieben zwischen einigen Monaten bis zu mehreren Jahren.

Der dritte Preis ging an Madeleine Prahs, der zweite an Christine Koschmieder, der erste Preis mit nur drei Stimmen Abstand an Saskia Hennig von Lange.

Steffen Kopetzky kündigte bereits einen weiteren Literaturpreis im kommenden Jahr an.
 

 

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