MEMO – einfach alles der 8. Zyklus Teil II

MEMO – einfach alles der 8. Zyklus Teil II

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 13.08.2014 (mh).

MEMO – einfach alles der 8. Zyklus Teil II


Musik und Medizin als Harmonische Verbindung, gewürzt mit einem Schuss Ironie und aufgeführt in der ehrwürdigen Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist zu Pfaffenhofen. Der zweite Teil des 8. Zyklus der MEMO Reihe, organisiert vom Chefkirchenmusiker Max Penger hatte es in sich.


Erstmals stand ein großer schwarzer Flügel im Altarraum der Kirche. Musikkprofessor Peter Wittrich bediente in seiner einzigartigen Weise die schwarz-weißen Tasten und ließ mehr als Ungewöhnliches durch den sonntäglichen Kirchenraum klingen. Die Namen der Komponisten dieses Programms, Nils W. Gade, Carl Nielsen, Vagn Gylding Holmboe, dürften nur wirklich eingeweihten Musikern etwas sagen. Letzterer gilt als bedeutendster Sinfoniker Dänemarks nach Carl Nielsen.

Charakteristisch für seine insgesamt tonale Musik ist eine Technik, die er selbst als metamorphisch bezeichnete: am Werkbeginn stehende, einfache musikalische Fragmente erfahren eine organisch wirkende Entwicklung (Quelle Wiki)


Max Penger ging in seinen einführenden Worten genauer auf das recht kompliziert klingende Programm ein, was aber dem folgenden musikalischen Genuss keinen Abbruch tat. War das Zusammenspiel von Klavier (Wittrich) jeweils mit Max Penger (Klarinette), Martina Zaindl (Querflöte), Cvetomir Velkov (Oboe) noch ebenso angenehm wie schön, gelang es bei Benjamin Brittens „Temporal variations“ für Oboe und Klavier, das Publikum gehörig zu verwirren.


Oboe und Klavier gaben sich ein hochspannendes Duell ihrer Möglichkeiten, es ist erstaunlich, dass so etwas in Noten gebannt und dann auch noch begeistert gespielt werden kann. Cvetomir Velkov mit seinem perfekten Oboenspiel und Professor Peter Wittrich galant, fast spielerisch am Flügel, sorgten auch für einen optischen Hochgenuss.
„Fantasy Pieces“ war der passende Titel und gleichzeitig Programm des Stückes für Martina Zaindl an der Querflöte. Alle vier Solisten gaben dann zusammen „Quartetto medico“ des dänischen Vagn Gylding Holmboe, der, wie zu Anfang erwähnt, mit Titeln wie „Andante medicamento“ Musikmedizinisches schuf.

Beim nächsten Termin am 17. August 2014 geht es dann um Vögel, Wolfgang Amadeus Mozart: „Spatzenmesse“, KV 220, steht auf dem Programm.
http://www.kirchenchor-pfaffenhofen.de/
 

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