Der Venustransit – ein Jahrhundertereignis steht bevor

Der Venustransit – ein Jahrhundertereignis steht bevor

Pfaffenhofen

Pfaffenhofen, 09.05.2012 (fba).

 

Zu einem spannenden und äußerst interessanten Vortrag waren alle Interessierten in das Senioren-Cafè im evangelischen Gemeindezentrum nach Pfaffenhofen eingeladen. Dr. Hans Kern, der stellvertretende Schulleiter des Schyren Gymnasiums in Pfaffenhofen erklärte in einem Multimediavortrag eines der Jahrhundertereignisse in unserem Sonnensystem.

Am 6. Juni 2012 kann man von der Erde aus sehen, wie der Planet Venus an der Sonne vorbeizieht. Dieses Ereignis findet noch seltener als eine Sonnenfinsternis statt. Keiner der jetzt lebenden Menschen wird es noch einmal erleben, denn der nächste Venustransit wird erst im Jahr 2117 stattfinden.

Von einem Venustransit spricht man, wenn der Planet Venus von der Erde aus gesehen über die Sonnenscheibe wandert. Dies ist ein astronomisches Ereignis, welches in regelmäßigen Abständen von 8, 105.5, 8, und 121.5 Jahren auftritt, also wesentlich seltener als eine totale Sonnen- oder Mondfinsternis (alle 18 bzw. 17 Monate).Venustransits können nur in den Tagen um den 7. Juni und um den 8. Dezember stattfinden, weil die Venusbahnknoten zu den genannten Daten von der Erde aus gesehen vor der Sonnenscheibe stehen.

Ein Venusdurchgang ist prinzipiell überall dort zu sehen, wo die Sonne gerade über dem Horizont steht. Im Juni tut sie das in unseren Breiten für rund 16 Stunden, im Dezember nur für etwa 8 Stunden. Dezembertransits sind genauso häufig wie Junitransits, weil die Venusbahn nahezu kreisförmig ist.

Der Venustransit am 6. Juni ist, wenn die Sonne in Mitteleuropa aufgeht, bereits fast beendet. Immerhin kann der Austritt der Venus aus der Sonnenscheibe noch verfolgt werden. Um den Transit in voller Länge zu verfolgen, muss man sich auf Reisen begeben, z.B. in den Norden Skandinaviens, wo die Sonne um diese Jahreszeit ununterbrochen über dem Horizont steht. Aus klimatischen Gründen ist allerdings der Norden Australien die erste Wahl. Als Alternative bietet sich Hawaii an, wo der Transit bei Sonnenuntergang endet. Wer ein gewisses Wetterrisiko in Kauf nimmt, könnte auch den Norden Islands in Erwägung ziehen. Dort sinkt die Sonne mit der davor stehenden Venus zur Mitte des Transits kurz unter den Horizont, um sich dann wieder aus dem Nordmeer zu erheben - ein Himmelschauspiel, wie es wohl noch niemand gesehen hat.
Die meisten von uns werden den Venustransit sicherlich daheim in Mitteleuropa verfolgen. Da das Ereignis bei Sonnenaufgang bereits im Gange ist, benötigen Sie unbedingt einen Platz mit freiem Blick zum Nordost-Horizont. In den Mittelgebirgen und in den Alpen ist es unter Umständen gar nicht einfach, einen solchen zu finden. Hochgelegene Stellen am Ost- oder Nordrand der Gebirge kommen am ehesten in Frage. Dagegen kann im Flachland der beste Beobachtungsplatz durchaus das heimische Küchenfenster sein.
Selbstverständlich darf die gleißend helle Sonne nur mit speziellen Sicherheitsvorkehrungen beobachtet werden. Ein ungeschützter Blick durch ein Fernglas oder Teleskop auf die Sonne führt zur sofortigen, irreversiblen Zerstörung des Auges! Benutzen Sie deshalb am besten eine sogenannte Sonnenfinsternis-Brille um Ihr Augenlicht zu schützen.

 

 


 

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