„Schlampe des Friedens“ verliehen – sie geht an Donald T., Baschar al-A., Elias Hinterdobler und viele mehr...

Schlampe des Friedens verliehen – sie geht an Donald T., Baschar al-A., Elias Hinterdobler und viele mehr...

Erde

Erde, 14.05.2018 (LoT).

Man mag es kaum glauben, was diese Laternenanzünder und Lampenträger alles zuwege bringen – ich schon gleich gar nicht –, doch soeben bäumt sich unter meinem Schreibtisch aus „üblicherweise gut unterrichteten Quellen“ die Meldung auf, es hätte – wie auch „Aktivisten“ (was immer das sei) bestätigen – zum ersten Mal die feierliche Verleihung der „Schlampe des Friedens“ stattgefunden.

 

Ort der Handlung sei eine geheim gehaltene Gemeinde im Zentrum der Republik Bayern gewesen, denn große Ereignisse sprechen für sich selbst und sind universal präsent.

Die Liste der Preisträger ist lang und kaum zu ertragen, doch wir versuchen, wenigstens die herausragenden Kräfte ins rechte Licht zu stellen:

„And the Schlampe goes to:

Donald T. (weil ihm niemand erklärt, dass Wörter auch eine Bedeutung haben können);

Baschar al-A. (weil er gar nicht mehr weiß, in welch syrisch-lyrischem Stück er welche Rolle spielt);

Emmanuel M. (weil er sich so weit aus dem Fenster lehnt);

Afghanistan (weil auch da niemand mehr weiß, wer gegen wen kämpft und warum die Freiheit am Hindukusch wohnt);

Huthis, al-Qaida und Saudis (weil sie ein wüstenreiches Land zur kompletten Wüste machen);

an viele andere mehr, die auf diesem Planeten ihre monetären Faden ziehen;

und natürlich an Elias Hinterdobler (stellvertretend für sämtliche Stammtischdeppen, die überall ihren Senf dazugeben, aber nicht mal einen Funken Ahnung davon haben, wie das Salz in die Suppe kommt).“

Die „Schlampe des Friedens“ ist nicht dotiert; außer Hinterdobler verfügen eh alle Preisträger über eine gesunde finanzielle Matratze, von der aus es sich naturgemäß locker über Frieden und andere Kleinigkeiten räsonieren lässt.

Und nun das, auf www.bundeskanzlerin.de, mitten ins Herz:

>>Der Franziskanerorden hat Bundeskanzlerin Merkel mit der „Lampe des Friedens“ geehrt. Die Verleihung fand in der Basilika San Francesco im mittelitalienischen Assisi statt. „Der Weg zu Frieden und Versöhnung ist zumeist nur mit großer Anstrengung und viel Ausdauer begehbar“, erklärte die Kanzlerin.<<

Bitte knien Sie mit mir nieder. Und weiter:

>>Bundeskanzlerin Angela Merkel erhielt den Friedenspreis für „ihr Versöhnungswerk für ein friedliches Zusammenleben der Völker“. Der Franziskanerorden hob in seiner Begründung den Beitrag der Kanzlerin zur Vereinigung Europas hervor. Zudem habe sich Merkel beispiellos für den Frieden in Europa und der Welt eingesetzt.<<

Stehen Sie wieder auf.

So haben Sie einen besseren Überblick über den Frieden in der Welt, und schauen Sie auf Ihre Hände: Bald können Sie die Länder auf der Erde, in denen tatsächlich so etwas wie Frieden herrscht (Paxokratien quasi), an Ihren Fingern abzählen.

Ach ja: Die Trophäe „Schlampe des Friedens“ wurde in Anlehnung an eine Weinbergschnecke künstlerisch in Gips gestaltet; denn diejenigen, die tatsächlich einen Beitrag zum Frieden leisten könnten, pflegen sich, wenn's drauf ankommt, in ihren Weinberg zurückzuziehen, oder sie kommen erst dann wieder aus ihrem Schneckenhaus, wenn sie keine Angst mehr haben, dass man ihnen etwas von dem wegnimmt, das sie zu viel haben.
 

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