Wie steht's eigentlich um den Scheyrer Kleinfeldplatz?

Wie stehts eigentlich um den Scheyrer Kleinfeldplatz?

Scheyern

Scheyern, 29.08.2014 (rs).

Ein wenig ruhig geworden war es in der jüngeren Vergangenheit um den neuen Kleinfeld-Fußballplatz an den Scheyrer Weihern. Nachdem der Parzellenverkauf, über den sich Freunde und Förderer des Jugendfußballs an der Finanzierung beteiligen konnten, vor gut einem Jahr abgeschlossen war, schien sich vordergründig auf dem Gelände nicht allzu viel getan zu haben. 

Irrtum, wie jetzt Jugendleiter Peter Oberndorfer und Vorstandsmitglied Michael Wenger unisono versichern. "Als letztendlich auch über den Parzellenverkauf die erforderlichen Eigenmittel zur Verfügung standen, galt es, die möglichen Fördergelder bei Gemeinde und Verband zu beantragen", erläutert Oberndorfer. Daneben mussten noch die notwendigen Änderungen des Flächennutzungs- und Landschaftsplans veranlasst werden.


29.8.2013: Spatenstich mit Sponsoren, Architekt, Gemeinde- und Klostervertretern sowie Vereinsfunktionären

Im August 2013 - also vor exakt einem Jahr - gab es auf dem Baugrundstück die ersten Erdbewegungen und vorbereitenden Arbeiten, als die Planierraupen der Firma Seizmeir anrückten und die oberen lehmigen Erdschichten abtrugen. Was sich hinter dieser Aussage verbirgt, machen einige Detailinformationen deutlich: nicht mehr und nicht weniger als 7000m3 Erdreich mussten ausgetauscht werden, eine Drainage mit 1000m Rohren und 400 Tonnen Kies wurde ebenso eingebaut wie eine versenkte Beregnungsanlage zur späteren Platzbewässerung.


August 2014: Erdreich ist aufgetragen, vorschriftsmäßig mit Sand gemischt

Zwei Dinge verzögerten das weitere Vorgehen in der Folge dann jedoch leider ein wenig: zum einen mussten die Verantwortlichen auf ein in Auftrag gegebenes Bodengutachten warten, das die vorgeschriebene Wasserdurchlässigkeit attestiert bzw. die notwendigen Maßnahmen zur Erreichung derselben vorgibt; diese Bescheinigung liegt mittlerweile vor. Zum anderen muss die über das Gelände des zukünftigen Jugend-Fußballplatzes verlaufende Starkstromleitung unterirdisch verlegt und die Strommasten durch den Energieversorger abgebaut werden.
Mittlerweile sind diese obligatorischen Vorklärungen und Vorarbeiten zumindest dahingehend erledigt, dass es auf dem Platz selber weitergehen kann. Die Sprinkler-Anlage zur Bewässerung ist bereits verlegt, momentan wird auf der gesamten Fläche das endgültige Erdreich mit Sand in einem Verhältnis gemischt, wie es das oben genannte Gutachten verlangt - aufgetragen, danach kann endlich mit der Aussaat begonnen werden.

Während das Gras dann die Zeit bekommt zu wachsen, heißt es für die beteiligten Firmen und ehrenamtlichen Helfer, die Außenanlagen anzugehen: ein Zaun muss errichtet und der Zugang vom Umkleidehäuschen auf der anderen Seite des Pudelbachs inklusive einer Brücke über den Wasserlauf hergestellt werden. Beleuchtungsanlagen sind vorzubereiten und zu installieren, last but not least müssen Vorkehrungen zur Verkehrssicherheit ankommender und abfahrender Fahrzeuge sowie zum Schutz der Kinder und Jugendlichen getroffen werden. Es gibt ergo noch viel zu tun, aber das Wichtigste ist, so noch einmal Peter Oberndorfer, dass "die Kinder die konkrete Aussicht auf einen wunderschön gelegenen und bezogen auf die Funktionalität und Vielfältigkeit höchsten Ansprüchen genügenden neuen Fußballplatz haben".

Auf die zeitliche Planung angesprochen zeigt sich der ehrenamtlich als Quasi-Bauleiter tätige Michael Wenger (Foto) "vorsichtig optimistisch", dass man möglicherweise zum Ende der jetzt beginnenden Saison 2014/2015 - also Ende Juni/Anfang Juli 2015 - den Platz einweihen könnte. Das wäre doch ein lohnendes Ziel: ein Kleinfeld-Fußballturnier für die Kleinsten am Fuße des Klosterbergs, zwischen dem Turm der Basilika und dem Prielhof, bei (vorausgesetzt) herrlichstem Sommerwetter - und alle Freunde und Unterstützer feiern dabei "ihren" Platz.

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