FOS - großer Andrang schon am ersten Tag

Scheyern
Der Andrang war enorm. Schon am Tag der offenen Tür zeigten viele Interesse an einer Fachoberschule in Scheyern. Vor allem das kleine, ja fast schon familiäre Umfeld spricht die Schüler an. Mit insgesamt schon über 40 Anmeldungen am ersten Tag ist man nun durchaus optimistisch, die 60 Schüler für beide Zweige zu erreichen.
Deutlich mehr zog es diesmal nach Scheyern zum Tag der offenen Tür der BOS als in den vergangenen Jahren, denn auch die möglichen FOSler wollten ihre neue Schule schon einmal besichtigen.
Die im Herzen des Klosters angesiedelte Berufsoberschule genießt bei allen einen hervorragenden Ruf. „Wir sind eine kleine Schule. Und das ist es, was viele Schüler wirklich zu schätzen wissen“, so Pater Lukas. So entsteht über die zwei, vielleicht auch drei Jahre ein wirklich gutes Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern. „Hier kennt am Schluss wirklich jeder jeden“, so Pater Lukas, und so würde man sich natürlich freuen, wenn man hier bald auch die Schüler einer Fachoberschule begrüßen könnte.
Nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch stehen hier auf dem Stundenplan, sondern man beschäftigt sich auch mit Problemen unserer Zeit, zum Beispiel mit der Energiewende.
Aber natürlich konnte man nicht nur das Ambiente in sich aufsaugen, sondern auch mit Schülern ins Gespräch kommen, einige Lernmethoden kennen lernen und ihnen beim Experimentieren über die Schulter schauen. „Derzeit haben wir rund 300 Schüler hier an der BOS“, so Wolfgang Janu. Vor allem die Lerninhalte sind mit denen des Gymnasiums vergleichbar. „Es gibt nur geringfüge Unterschiede im Bereich des Lernstoffes“, so Janu. Wesentlich größer hingegen sind da schon Unterschiede in Sachen Zielstrebigkeit. Dies bestätigte auch Prof. Dr. Markus Staiber.
Vor einigen Jahren war er selbst Schüler an der Berufsoberschule in Scheyern, heute lehrt er an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen. Natürlich wird nicht jeder, der diesen Weg geht, am Ende Professor, aber die Voraussetzungen im späteren Beruf sind deutlich besser, als ohne diese praktische Erfahrung.
Ein kleines Windrad läst die Lok sausen.
Auch die Fachoberschule ist geprägt durch ihre Praxisnähe. Schon jetzt gibt es viele Unternehmen, die gerne mit der FOS zusammenarbeiten wollen. „Wir haben alle Unternehmen, die Rang und Namen haben, mit an Bord holen können“, so Bernd Huber, der auch selbst ein wenig überrascht war, wie viele sich gleich am ersten Tag eingeschrieben haben. So herrschte nicht nur bei den Informationsveranstaltungen ein reger Betrieb, nein auch die Sekretärinnen und Schuldirektor Hubert Ruisinger hatten kaum eine ruhige Minute, denn viele wollten gleich Nägel mit Köpfen machen. „Ich hatte heute noch keinen, der sich nur informieren wollte“, so Ruisinger.
Einfach gemütlich in der "Schmankerlecke" etwas essen, oder zusammen mit Schülern und Lehrern experimentieren.
Heute FOS morgen BOSS so jedenfalls lautet das Motto der neuen Schule. Dass am Ende sicherlich nicht jeder ein Topmanager sein wird, ist klar, aber in Zeiten des Fachkräftemangels ist Qualifikation enorm wichtig. Ein guter Schulabschluss, ein Studium erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und vor allem die praktische Erfahrung in den einzelnen Betrieben kann am Ende für viele Gold wert sein, denn, so Bernd Huber, Firmen gewinnen hier schon einmal einen ersten Eindruck von ihren möglichen zukünftigen Angestellten.
Insgesamt war dies ein guter Start in die Einschreibungsphase, die noch bis zum 16. März läuft, und dann hoffentlich auch das entsprechende Ergebnis bringt.
Lokalteil
Finde uns auf Facebook
Schon gelesen?
Fotografie Christine Bergmann
Elsenheimerstr. 15
85283 Wolnzach
Schreinerei Vogler GmbH
Schlagenhausermühle 1
85283 Wolnzach
Kamin-, Feuerungs- & Energietechnik ROTHER
Schenkenauerstraße 15
86558 Hohenwart
Neueste Fotostrecken
