Erstes Netzwerktreffen der bayerischen Wespen- und Hornissenberater

Erstes Netzwerktreffen der bayerischen Wespen- und Hornissenberater

Eichstätt

Eichstätt, 12.04.2018 (hal/sh).

 

Schon lange herrscht in der hochmotivierten, aber sehr im Lokalen verankerten Szene der bayerischen Wespen- und Hornissenberater der Wunsch nach einer bayernweiten Vernetzung. Deshalb richtete die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege aus Laufen das erste Netzwerktreffen der bayerischen Wespen- und Hornissenberater aus. 110 engagierte Beraterinnen und Berater aus ganz Bayern folgten dem Aufruf und machten das Treffen zu einem vollen Erfolg.

Wohl kaum eine andere heimische Tiergruppe versetzt naturverbundene Menschen so sehr in Angst und Schrecken wie Wespen. Vor allem eine angeblich hohe Aggressivität und die Fähigkeit weniger Arten, uns schmerzhaft stechen zu können, haben Wespen zu Unrecht in Verruf geraten lassen. Die meisten Menschen verstehen unter Wespen ausschließlich die gelb-schwarzen Vertreter der sozialen, staatenbildenden Faltenwespen, die mit zwölf Arten in Bayern vorkommen. Es gibt aber auch zahlreiche andere Wespenarten. Besonders im Sommer, wenn sich Hornissen und Wespen im Siedlungsbereich angesiedelt haben, wenden sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit akuten Fragen zu Wespen- und Hornissen aber auch anderer Hautflügler an die unteren Naturschutzbehörden. Ein fulminanter Einstieg in das Netzwerktreffen gelang Dr. Elmar Billig mit seinem überarbeiteten Film „Der Hornissensommer – das unbekannte Leben der friedlichen Riesen“. Hier gab es fesselnde Bilder vom Werden und Vergehen eines Hornissenvolkes zu sehen. In der abschließenden Diskussionsrunde unter der Moderation von Hannes Krauss (ANL), wurden Strategien zur dauerhaften Implementierung eines bayerischen Beraternetzwerkes diskutiert. Alle Anwesenden waren sich einig, dass das Treffen ein voller Erfolg war und in jedem Falle wiederholt werden müsse. Ein vielversprechender Ansatz für das Netzwerk dürfte die Ausbildung von Multiplikatoren sein, die zukünftige dezentrale Ausbildungen mit einheitlichen Standards durchführen könnten. Die ANL prüft derzeit, wie das anspruchsvolle Unterfangen umgesetzt werden kann. Krauss ist sich sicher: „Die Multiplikatoren als Artenkenner werden eine wichtige Rolle für den Wespen- und Hornissenschutz im speziellen, aber auch für den Insektenschutz generell, spielen.“

 

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