Scharf(e)s Elogium

Scharf(e)s Elogium

Hohenwart

Hohenwart, 12.06.2017 (rt).

Bayerns Umweltministerin Ulrike Schaf war am heutigen Abend in Freinhausen zu Gast beim politischen Abend der CSU. Fotos: Alfred Raths

 

Eine überaus gute Figur machte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am heutigen politischen Abend, den die örtliche CSU im Rahmen des 140-jährigen Gründungsjubiläums der Freinhausener Feuerwehr veranstaltete. Sicherheit, Wohlstand, Heimat und Zusammenhalt stellte die Politikerin in den Fokus ihrer launig-würzigen Rede. Die kam bestens an bei den Zuhörern, die das riesige Bierzelt am Rande der Ortschaft beinahe zur Gänze füllten.

Dass Finanzminister Markus Söder als ursprünglich vorgesehener Festredner in Freinhausen äußerst kurzfristig absagte, war so manchem Parteianhänger sauer aufgestoßen. Doch Scharf bereitete mit ihrer charmanten Art bei dem einen oder anderen womöglich noch anhaltenden Unmut schnell ein Ende. Bevor sie sich auf die Festbühne stellte, wurde die Umweltministerin von Hohenwarts Vizebürgermeister Thomas Reis (CSU) im Freinhausener Dorfheim begrüßt. Dort trug sie sich ins Goldene Buch der Marktgemeinde ein. Anschließende begleitete die Hohenwarter Marktkapelle Ehrengäste und Ministerin zum Festplatz. Auf dem Weg dorthin protestierten Demonstranten mit Transparenten gegen einen dritten Nationalpark Donau-Auen, der zwischen Donauwörth und Ingolstadt entstehen könnte (Hallertau.info berichtete: „Bauern und Jäger protestieren gegen Nationalpark Donau-Auen“).

Nach der Begrüßung im Festzelt durch den CSU-Ortsvorsitzenden Michael Petz zeigte sich CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Karl Straub als Befürworter des dritten Nationalparks und sprach von einem offenen Dialog, der dabei zu führen sei und den Scharf auch zusagte. Grüße richtete er dann noch dem erkrankten Hohenwarter Bürgermeister Manfred Russer (CSU) aus, ehe Scharf ans Mikrofon trat.

 


Die Ministerin lobte eingangs ihres Vortrags die Feuerwehrleute als „moderne Helden unserer Zeit.“ Ihr Einsatz für die Mitmenschen zeige gelebte und praktizierte Heimatliebe. Alsdann gab es ein volltönendes Elogium auf Bayern als den „politischen Taktgeber dieser Republik.“ Der Freistaat sei ein Kraftzentrum Deutschland, ganz Europas: „Sie schauen mit Neid auf uns.“ Scharf ging dann auf mehrere Punkte ein, die für sie zur Lebensqualität zählen. Sicherheit nannte sie dabei zuvorderst. Mit einer Politik à la Herrmann zeige man „klare Kante“. Während die unlängst abgewählte nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) einen sicherheitspolitischen Scherbenhaufen hinterlassen habe. Das Bundesland sei zum „Panzerknacker-Paradies“ geworden.

Allen Grund, selbstbewusst zu sein, habe man in einem Bayern mit soliden Finanzen und Vollbeschäftigung. Dies untermauerte Scharf mit harten Zahlen. Scharf mahnte jedoch auch, dass nicht nur die Zahlen auf dem Gehaltszettel, sondern auch Heimat und Natur zum Wohlstand zählten und mit ihnen pfleglich umzugehen sei. „Wir wuchern mit einem Riesenpfund auf das man achtgeben muss. Wer im Paradiesgarten sein darf, muss auch die Gartenarbeit verrichten.“ Die Umweltministerin ging dann auch auf den gewünschten dritten Nationalpark ein. Dieser sei ein Angebot das die Menschen der betreffenden Regionen annehmen aber auch ablehnen könnten. „Wir reden darüber miteinander und loten die Chancen aus.“ Scharf sprach von der Verantwortung die der Mensch für die Bewahrung der Schöpfung habe.

 

 

Ans Ende ihrer Rede stellte die Ministerin den Appell, am 24. September an der Wahl zum neuen Deutschen Bundestag teilzunehmen und seine Stimme abzugeben. „Rot-Rot-Grün“ bezeichnete Scharf in diesem Zusammenhang als „unkalkulierbares Sicherheitsrisiko.“

Schlussworte steuerte der CSU-Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer bei, der den 1. Juli als Wahlkampfauftakt ankündigte. Die Christsozialen böten dabei „Lösungen für die Probleme unserer Zeit.“ Den Markt Hohenwart stellte er am Ende seiner Ausführungen als Ort der Inklusion und Integration heraus.

Ehrengast war am heutigen Abend neben Pfaffenhofens stellvertretendem Landrat Anton Westner (CSU) auch der Neuburger Landrat Roland Weigert (FW).

 


 

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