Bayerisch, national, international – A-cappella vom Feinsten

Bayerisch, national, international – A-cappella vom Feinsten

Wolnzach

Wolnzach, 21.03.2015 (lil).

Vor über zehn Jahren waren sie schon einmal zu Gast in der Aula des Hallertau-Gymnasiums Wolnzach gewesen, auch am gestrigen Freitag begeisterten sie wieder, die Mitglieder des Münchner Rock-und Jazzchores VoicesInTime. 22 Sängerinnen und Sänger gestalteten unter der Leitung von Stefan Kalmer einen musikalischen Abend, an dem die Stimme zählte. Moderne, bekannte, aber auch traditionelle und bayerische Songs konnte das Hallertauer Publikum so einmal ganz neu erleben, nämlich a-cappella.

Im Jahr 1996 gründete Stefan Kalmer den Chor VoicesInTime in München, heute gehört er zu den besten a-cappella-Chören Deutschlands. „A cappella gab es damals noch nicht in diesem Maße, es gab nur wenige Jazz-Pop-Chöre, aber ich hatte mir zum Ziel gesetzt, einen ebensolchen auf hohem Leistungsniveau zu gründen“, erklärte Chorleiter Stefan Kalmer. Ein Vorhaben, das ihm zweifellos gelungen ist. Auf unterschiedlichsten Festivals ist der Chor heute zu hören, der für sein musikalisches Können bereits mit zahlreichen Auszeichnungen, unter anderem dem Bayerischen Kunstförderpreis, geehrt wurde.

Auch in Wolnzach konnte VoicesInTime seine Zuhörer mitreißen, denn schon mit dem dritten Song hatte Stefan Kalmer die Herzen der Hallertauer erobert: „Wir singen für Sie nun etwas in bayerischer Mundart, Sie verstehen ja den Text“, stellte der Chorleiter das Stück „Hoit du dei mei“ von Alex Haas vor – nicht ohne darauf hinzuweisen, dass der Inhalt andernorts bereits ins Hochdeutsche übersetzt werden musste. Im Hallertau-Gymnasium sorgte das witzig-spritzige Musikstück natürlich auch ohne diese Hilfestellung für ausgiebige Lacher im Publikum. „Ja doch, Sie scheinen alles verstanden zu haben“, schmunzelte Kalmer nach lang anhaltendem Applaus.

Doch auch internationale Top-Hits hatte der a-cappella-Chor im Gepäck. So kamen die Gäste unter anderem in den Genuss von Adeles „Rolling in the deep“, dem Song „Africa“ von Toto und dem Herbert Grönemeyer-Klassiker „Was soll das?“. Auch eine Premiere hatte der Chor mitgebracht: Erstmals führten Sie „A night like this“ auf. Die besonderen a-cappella-Arrangements ließen die altbekannten Songs dabei völlig neu erklingen, einige waren sogar von Chormitgliedern selbst arrangiert worden. Sänger Patrick Prestel hielt zudem eine köstlich-schokoladige Überraschung mit dem von ihm komponierten Song „Der Weihnachtsmann“ parat.

Am Ende des Abends war schließlich nicht nur für Chorleiter Stefan Kalmer klar, dass das nächste Wiedersehen mit den VoicesInTime in Wolnzach hoffentlich keine weiteren zehn Jahre auf sich warten lassen wird. Vielleicht darf man die Sängerinnen und Sänger also schon früher wieder im Hallertau-Gymnasium begrüßen. Für alle, die darauf aber nicht warten wollen, bietet sich sicherlich die Gelegenheit, den Chor außerhalb der Hallertau schon bald wieder zu erleben, denn im kommenden Jahr feiert er 20-jähriges Bestehen – viele Konzerte mit musikalischen Höhepunkten sind da garantiert. Informationen zu VoicesInTime und ihren Konzerten finden Sie unter www.voicesintime.de.

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