Bruckbach: Alles unter Dach und Fach

Bruckbach: Alles unter Dach und Fach

Wolnzach

Wolnzach, 23.12.2014 (hr).

Ein Blick auf die Verarbeitung - ab 2016 soll in Wolnzach produziert werden. (Foto. Thimm)

Es war letztlich eine reine Formsache: 10 Minuten nach Sitzungsbeginn war der Bebauungsplan für den ersten Bauabschnitt im Gewerbegebiet Bruckbach verabschiedet. Ein wichtiges Signal gerade für die Firma Thimm.

Noch einmal musste der Bebauungsplan ausgelegt werden, denn man hatte sich mit der Firma Thimm zugunsten der Firma Rieder um eine Reduzierung des Lärmpegels um 3 dba geeinigt. Einwände zu dieser Änderung kamen jedoch nicht mehr, wie Ursula Burkart erläuterte. Nun also kann es endgültig los gehen! „Die Firma Thimm steht schon in den Startlöchern“, erläuterte Bernd Huber, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirates im Landkreis Pfaffenhofen.

Schon im Januar soll nun die notarielle Urkunde unterschrieben werden, 2016 das neue Werk in Betrieb gehen. Seit 2008 ist der Vorsitzende des Wirtschaftsbeirates mit der Firma aus Northeim in Kontakt. Man hat zuerst Standorte in Reichertshofen und Geisenfeld gesucht. Auch Münchsmünster war im Gespräch. Erst 2013 fiel schließlich die Entscheidung für Bruckbach. „Wir haben uns sehr dafür eingesetzt und nicht locker gelassen“, so Huber weiter.

So soll nun eines der modernsten Werke für die Produktion von Verpackungsmittel in der Nähe von Wolnzach entstehen, dabei werden auch zahlreiche neue Arbeitsplätze im Landkreis entstehen, auch ein neuer Ausbildungsberuf zählt dazu: der Verpackungstechnologe. „Uns freut diese Entwicklung natürlich über alle Maßen“, so Bürgermeister Jens Machold, der in diesem Zuge auch betonte, dass Thimm eben kein Automobilzulieferer ist. Eine weitere erfreuliche Nachricht brachte Johann Baierl mit, denn auch die Baywa ist endlich unter Dach und Fach. „Die Verträge sind schon fertig und sollen Anfang des kommenden Jahres unterschrieben werden“, so Baierl weiter. Insgesamt kauft die Baywa ein Areal von 13.000 m², auf dem nun auch schnellstmöglich gebaut werden soll. „Im Landratsamt wurden schon einmal erste Pläne vorgestellt“, fügte er an. Wie schnell die Baywa dann bauen wird, das werden die kommenden Monate zeigen. Jedoch ist man zuversichtlich, vielleicht gar die Ernte 2015 über Bruckbach abzuwickeln. Eine Aussage, die besonders die Rohrbacher freuen dürfte.

Nach vielen Verhandlungsrunden und unzähligen Sitzungen kann man sagen, jetzt ist alles unter Dach und Fach. Dass es dabei gelungen ist, einen neuen Weg in Sachen Ausgleichsflächen zu gehen, das freute Max Weichenrieder, den Kreisvorsitzenden des Bauernverbandes. „Hier wurden diese Flächen nicht aus der Produktion genommen.“ Dass dies in einem Pilotprojekt gelingen konnte, dafür dankte er allen Beteiligten.
 

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