November 2012

November 2012

31.12.2012

Das hätte wohl niemand mehr für möglich gehalten! Das Bundesverfassungsgericht gibt der Klage von Ex-Landrat Josef Schäch statt und verweist das Urteil als fehlerhaft ans Landgericht zurück. Die Richter stellten fest, dass die reine Zinsbelastung für den Markt Wolnzach keine Untreue im haushaltsrechtlichen Sinne darstellen konnte.

Auch politisch ging es im November heiß her. Gleich mehrere brisante Themen standen im Gemeinderat auf der Tagesordnung. Nicht nur der ständig pfeifende Zug, sondern auch die Hallertauer Volksbank beschäftigten die Gemeinderäte.

Viele hatten sich in den vergangenen Monaten vor allem wegen des nächtlichen Pfeifens beschwert. So lud der Gemeinderat die Firma Altmann ein, persönlich dazu Stellung zu nehmen. Trotz längerer Diskussion war das Ergebnis klar. Auch weiterhin werden die Züge nachts rollen, denn die Fahrtzeiten kann die Firma Altmann nicht beeinflussen. Seitens aller Beteiligten versucht man nun, die Übergänge so zu sichern, dass ein Pfeifen überflüssig ist.

Auch die Erweiterung der Hallertauer Volksbank löste heftige Kritik aus. Kritik, die eigentlich nicht nachvollziehbar war, zumindest aus Sicht der Bank, denn die Pläne waren nicht neu und dem Gremium schon lange bekannt. Nachdem im Gemeinderat gar vom „Tod“ des Marienplatzes gesprochen wurde, lud Vorstand Wilfried Gerling die Gemeinderäte ein, sich persönlich ein Bild der beengten Lage zu machen. Am Ende war das Votum einstimmig. Die Erweiterung kann kommen.

Doch nicht nur turbulent ging es im November in Wolnzach zu. Sehr zur Freude aller konnte nach nur elf Monaten Bauzeit die neue Kinderkrippe an der Glandergasse eingeweiht werden. Mit nun 60 Betreuungsplätzen erfüllt die Gemeinde schon jetzt die gesetzlichen Vorgaben von 2013.

Auch die Wolnzacher Basketballer wollen im November hoch hinaus. Sie wollen nicht nur zum ersten Mal Schrobenhausen in einem offiziellen Punktspiel schlagen, sondern auch im Bayernpokal eine Runde weiterkommen. Mit 68:63 setzten sich die Korbjäger aus der Hallertau gegen ihre Gäste durch und konnten vor rund 100 Fans den Einzug in die zweite Runde feiern.

Weniger Grund zur Freude hatten die Landwirte. Zwar konnte Dr. Johann Pichlmaier auf der Brau verkünden, dass ab 2016 wieder neue Verträge gemacht werden. Dennoch ist die Lage am Hopfenmarkt durch die Überproduktion der vergangenen Jahre weiter angespannt.
 

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Der Wolnzacher