Februar 2012

Februar 2012

31.12.2012

Es ist kaum einen Monat her, als die Polizei in der Silvesternacht eine Party in Wolnzach abrupt beendete, da waren die Beamten aus Geisenfeld und Ingolstadt schon wieder dienstlich in Wolnzach. In der Herrnstraße fand eine Hausdurchsuchung statt. Nur wenige Tage später folgte dann auch schon der nächste Einsatz im Zentrum der Hallertau. Nach einer nächtlichen Feier wurde ein junger Wolnzacher niedergeschossen. Die Täter flohen anschließend hollywoodreif mit quietschenden Reifen. Allerdings währte ihr Glück nicht lange, denn nur wenige Tage später konnten die jugendlichen Täter ermittelt werden. Wer nun aber dachte, dies sei für das beschauliche Wolnzach im kühlen Februar schon genug der Aufregung gewesen, der täuschte sich gewaltig. Filmreif brach eine Bande vermutlich osteuropäischer Autoknacker bei einer Wolnzacher Firma ein und entwendete ein Luxusauto, und so manch Wolnzacher schien zu denken, ob denn die Welt irgendwie übergeschnappt sei.

Irgendwie lag man damit auch gar nicht so verkehrt. Denn schließlich herrschte auch in Wolnzach während der närrischen Zeit Ausnahmezustand. Ob man nun zusammen mit den Rocksoxx das Wolnzacher Tandem sprengte, mit Wipe Out beim Tonelliball bis in die frühen Morgenstunden feierte, oder mit den Wolnzacher Party Piloten beim Ball der Motorradfreunde noch einmal so richtig durchstartete, auch in der Hopfenmetropole schien die Zeit irgendwie anders zu verlaufen. Neben den zahlreichen Parties war natürlich der Tonelli Zirkus das Highlight im Fasching. Fast zu Tränen gerührt verfolgten die Wolnzacher die Staffelübergabe und verabschiedeten sich vom langjährigen Zirkusdirektor Max Niedermeier.

Doch so gern manche die närrische Zeit auch haben, das politische Leben im Zentrum der Hallertau kam deswegen nicht zum Erliegen. Gespannt blickte man von Wolnzach aus nach Nürnberg, denn auf der Brau wurden die jährlichen Absatzzahlen für den goldenen Gerstensaft verkündet. Obwohl es immer noch deutlich zu viel Hopfen gab, stieg der Absatz 2011 auf 22,1 Mio. Hektoliter. Erfreuliche Zahlen.

Neben dem Hopfen und Bier dominierte im kühlen Februar aber vor allem eines, nämlich die Allianz für Fachkräfte. So startete nicht nur die IHK ihre Großoffensive von Wolnzach aus, sondern auch der Gewerbeverband engagierte sich verstärkt an der Mittelschule. „Die Wolnzacher Schüler liegen uns doch sehr am Herzen, denn die bilden das Rückgrat für ein florierendes Gewerbe“, so Julia Holzvoigt.

Sportlich gesehen sorgte Manuel Mayr vom SV Geroldshausen für Aufregung. Der junge Teakwon-doler errang bei den Deutschen Meisterschaften in Ingolstadt den 3. Platz und konnte sich am Ende riesig über den Erfolg freuen, auch wenn er eigentlich gerne im Finale gestanden wäre.
 

Diesen Artikel...

Kommentare
Für diesen Beitrag sind noch keine Kommentare vorhanden.
Der Wolnzacher