Straub contra Käser

Straub contra Käser

Wolnzach

Wolnzach, 11.01.2018 (hr).

Beim Dreikönigstreffen der SPD in Wolnzach hat sich der Kreisvorsitzende Markus Käser auf den Landespolitiker Karl Straub eingeschossen. Käser sprach in Bezug auf die geplante Hühnermastanlage in Eschelbach davon, dass die Menschen von der CSU und dem Bauernverband bewusst „hinter die Fichte“ geführt werden. Straub widerspricht dieser Unterstellung entschieden.

Die geplante und sich derzeit im Bau befindliche Hühnermastanlage erhitzt seit langem die Gemüter. Zahlreiche Eschelbacher aber auch viele andere Landkreisbürger sprachen sich in einer Petition an den Landtag gegen sie aus. Auch politisch schlägt das Bauvorhaben immer noch hohe Wellen. Am Dreikönigstreffen schoss der SPD-Kreisvorsitzende scharf gegen den Landtagsabgeordneten Karl Straub (CSU): Es gebe einen Landtagsabgeordneten, der glaube, diese mit einer Petition zu verhindern, so Käser. Der SPD-Kreisvorsitzende verwies darauf, dass eine Petition nicht über dem Baurecht anzusiedeln sei und mahnte die bundespolitische Verantwortung in dieser Sache an. „Es gibt einen Gesetzesvorschlag, dass Kommunen per Bebauungsplan mitreden können. Dieser werde jedoch von der CSU in Kooperation mit dem Bauernverband blockiert“, so Käser.

Einer Aussage, der Straub nun entschieden entgegen tritt. „Es wurde von Beginn an immer deutlich gesagt, dass es nicht um eine politische Entscheidung in Sachen Massentierhaltung gehen kann, sondern dass die Verwaltung die Genehmigung hinsichtlich der bayerischen Bauordnung überprüft“, so Straub. Er bezog sich in diesem Zusammenhang auf das Gespräch der Eschelbacher mit den beiden Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger (Grüne) und Tanja Schorer-Dreml (CSU). Schon bei diesem Treffen wurde betont, dass sich eine Petition nicht über die bayerische Bauordnung setzen kann. Dass der Unmut der Bürger vor allem in Eschelbach groß ist - auch weil im vergangenen Jahr mit dem Bau begonnen wurde, obwohl die Petition noch nicht behandelt wurde, das kann Straub nach eigenen Worten durch aus verstehen.

„Von Landrat Martin Wolf wurde zu gesichert, dass man die Entscheidung in München abwarten wolle. Doch aufgrund zahlreicher Fragen gerade seitens der Grünen-Berichterstatterin, konnte sie nicht rechtzeitig behandelt werden“, so Straub. Die Bürger in dieser Sache bewusst hinters Licht geführt zu haben, diesen Vorwurf weist Straub weit von sich und verwies darauf, dass der SPD-Kreisvorsitzende im aufziehenden Wahlkampf „reflexartig um sich schlägt“.

„Im Gegensatz zu ihm habe ich mich mit der Sache intensiv auseinandergesetzt“, so Straub, der auch in Sachen Änderung der Privilegierung einen gut gemeinten Rat für die Genossen hatten: „Diesen Vorschlag können sie doch in die laufenden Gespräche in Berlin einbringen.“

 

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