Bund Naturschutz will gegen Eschelbacher Hähnchenmastanlage klagen

Bund Naturschutz will gegen Eschelbacher Hähnchenmastanlage klagen

Regensburg / Eschelbach

Regensburg / Eschelbach , 08.08.2017 (rt).

 

Klage einreichen will der Bund Naturschutz in Bayern (BN) gegen die Entscheidung des Pfaffenhofener Landratsamtes, den umstrittenen Hähnchenmastbetrieb im Wolnzacher Ortsteil Eschelbach auf rund 145 000 Tiere per Genehmigung zu erweitern. In der Vergangenheit gab es deswegen bereits zahlreiche Protestaktionen, selbst die Grünen im Bayerischen Landtag entrüsteten sich, weil die Kreisbehörde eine laufende Petition gegen das Vorhaben ignorierte.

Am kommenden Freitag will die Umweltschutzorganisation nach Informationen unserer Zeitung die Klage vor Gericht einreichen. Ob in diesem Fall eine besondere Dringlichkeit vorliegt und deshalb vor Gericht ein Antrag auf einstweilige Verfügung, umgangssprachlich als "Eilverfahren" bezeichnet, gestellt wird, ist derzeit nicht bekannt.

Anton Westner (CSU) stellte als amtierender Landrat in der Vergangenheit öffentlich bereits mehrfach klar, dass seine Behörde in allen Phasen des Genehmigungsverfahrens nach Recht und Gesetz gehandelt habe.

Seit dem 27. Juli läuft die Klagefrist, seither kann innerhalb eines Monats Klage von Personen und Verbänden erhoben werden, die sich durch das Bauvorhaben in ihren Rechten verletzt sehen. Ungeachtet dessen kann der Bauherr jedoch sofort mit dem Bau beginnen, weil er im Zusammenhang mit der Genehmigung den Sofortvollzug beantragte.
 

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