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Neues Werk entsteht in Bruckbach

(Wolnzach, hr)

v.l. Mdl Karl Straub, Geschäftsführer Thimm-Verpackung Süd Tankred Pörner, KUS-Vorstand Johannes Hofner, Geschäftsführer der Firma Thimm Matthias Schliep, Bürgermeister Jens Machold und Peter Keck, Geschäftsfüherer Thimm-Verpackung Jörg Müller, Projektleiter Steffen zur Linde (Bauunternehmen Goldbeck) sowie Johann Baierl (Trend Immobilien) und Bernd Huber, Vorsitzender des Wirtschaftsbeirates.

„Heute ist ein wunderschöner Tag“, erklärte Johann Baierl von Trend Immobilien. Er meinte damit nicht das Wetter, das war für Hallertauer Verhältnisse eher eisig, sondern den Baubeginn der Firma Thimm. In den kommenden Monaten soll auf einer Fläche von 90.000 m² ein hochmodernes Werk zur Fertigung von Wellpappeverpackungen entstehen.

„Es ist ein Tag, auf den wir lange gewartet haben“, so Geschäftsführer Matthias Schließ. Schon lange hatte man auf den Bau hingearbeitet, und Bayern ist für das Northeimer Familienunternehmen kein absolutes Neuland mehr. Vor neun Jahren hatten sie ein Werk in Neuburg gekauft und kürzlich auch noch ein weiteres in Lohhof erstanden. „Allerdings gibt es dort keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr“, erklärt Tankred Pörner, Geschäftsleiter Thimm-Verpackung Süd. So war man schon nach dem Erwerb des Werkes in Lohhof auf der Suche nach einem geeigneten Standort, um ein neues Werk zu errichten.

Im Herzen der Hallertau, genauer gesagt in Bruckbach wurde man schließlich fündig. „Der Standort ist allein von der Anbindung her nahezu ideal“, so Schließ weiter und freute sich, gemeinsam mit vielen Vertretern der öffentlichen Hand, den offiziellen Startschuss für den Bau geben zu können. Dass dies aber letztlich geschehen konnte, dafür war nicht nur viel politisches Geschick nötig, sondern es mussten auch – um in der Sprache der Mandatsträger zu bleiben – dicke Bretter gebohrt werden.

„Es war kein einfacher Weg“, erinnerte sich Wolnzachs Bürgermeister Jens Machold und verwies dabei auch auf die vielen Gespräche, die mit der Regierung nötig waren, um Bruckbach voranzutreiben. Seit 2008 wurde geplant und verhandelt. „Ein langer Weg, an dessen Ende nun auch mit dem Spatenstich ein gemeinsamer Erfolg gefeiert werden kann“, fügte Karl Staub, Mitglied des Landtages noch an. Obwohl es aber viel Mühen und Schweiß gekostet hat, ist es gelunge,n in Oberbayern etwas Einzigartiges zu schaffen – das erste interkommunale Gewerbegebiet.

„Für uns ist dieses Gebiet natürlich von enormer Bedeutung“, so Johannes Hofner, Leiter des KUS. Gerade dass es gelungen ist, die Firma Thimm ins Herz der Hallertau zu holen, stimmt ihn dabei mehr als nur optimistisch. „Hier wird in Kürze nicht nur ein hochmodernes Werk entstehen, sondern auch rund 150 Arbeitsplätze.“ Auch Rohrbachs Bürgermeister Peter Keck betonte dies: „Dieses Werk bringt auch völlig neue Ausbildungsberufe in unsere Region.“ Bis es aber soweit ist, wird noch viel Wasser die Ilm hinunter fließen. Alleine die Erdbewegungen von rund 150.000 m3 werden mehrere Monate in Anspruch nehmen. „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr den Bauplatz einrichten können“, so Jörg Müller Geschäftsführer von Thimm Verpackung. Schon im kommenden Jahr soll dann mit dem Bau der Fertigungshalle und des Verwaltungsgebäudes begonnen werden. „Ende September, Anfang Oktober soll dann alles stehen, damit wir 2017 mit der Produktion beginnen können“, fügt er weiter an.
Dass dieses Werk innerhalb der Firmengruppe sehr wichtig ist, das verdeutlichte h Geschäftsführer Matthias Schliep. „Wir bauen es zur Entlastung unserer bestehenden Werke in Alzey (Rheinland-Pfalz) und Všetaty (Tschechien).“ Insgesamt werden alleine im ersten Bauabschnitt dort rund 50 Millionen Euro investiert. In den kommenden Jahren soll dann das Werk Stück für Stück erweitert werden.

„Man kann viele Verträge schließen, aber was am Ende des Tages wirklich zählt ist das gegenseitige Vertrauen“, mit diesen Worten brachte es Wolnzachs Bürgermeister am Ende auf den Punkt. Denn eines betonten alle: Die vielen Gespräche in der Planungsphase waren geprägt von der gegenseitigen Wertschätzung. Und so fühlten sich auch die Niedersachsen sofort heimisch in der Hallertau.
 

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