Floriansjünger erbeten Patenschaft

Floriansjünger erbeten Patenschaft

Wolnzach

Wolnzach, 24.03.2014 (hr).

Noch ist eine Weile hin, bis die Oberlauterbacher im Juli die Gründung ihrer Feuerwehr vor 140 Jahren und zugleich auch die Fahnenweihe von 18. bis 20. Juli feiern können. Doch um dieses Fest auch so richtig begehen zu können, da braucht es einen Paten. Und so zogen die Feuerwehrler zu Fuß ins benachbarte Niederlauterbach, um dort die Patenschaft zu erbitten.

Bei bestem Florianswetter – es regnete phasenweise ganz schön – begaben sich die Oberlauterbacher auf die rund 4 Kilometer lange Strecke. Schon von weitem kündigte bayerische Blasmusik den Zug schon an. „Ich hoffe ihr hattet einen gesegneten Fußmarsch“, mit diesen Worten begrüßte Klaus Bartosch die Freunde vom Nachbardorf. Gemeinschaftlich zogen beide Wehren, begleitet von den Laudabegga Bruchpiloten, dann auch den Hof der Familie Schleibinger.

„Es ist schon etwas außergewöhnliches, dass ein ganzer Verein um eine Patenschaft bittet“, so Pfarrer Thomas Schießl, der schon gespannt war, was sich die Niederlauterbacher haben einfallen lassen. „Trotz Regen und schlechter Witterung habt ihr diesen Weg auf euch genommen“, begrüßt auch Klaus Bartosch die Gäste aus Oberlauterbach.

Bevor nun die Gäste traditionell auf einem Holzscheit knien mussten, dankte Bürgermeister Jens Machold beiden Wehren für ihre herausragenden Dienste. „Was ihr beim Juni-Hochwasser geleistet habt, das war außergewöhnlich“, so der Rathauschef und dankte allen Floriansjüngern für ihren herausragenden Einsatz. Gleichzeitig hatte er für beide Wehren sehr Positives im Gepäck. Sowohl Ober- wie auch Niederlauterbach können sich künftig mit einem Fahrzeug zu den Einsätzen fahren. „Wir lassen unsere Feuerwehrler nicht im Regen stehen“, so der Bürgermeister.

Nach dieser Begrüßung brachte Vorstand Alfons Lemle das vor, weswegen die Oberlauterbacher bei Wind und Regen ins Nachbardorf gezogen sind. „Wir wollen im Juli ein großes Fest feiern, dazu brauchen wir noch einen Patenverein. Wir sind nach Niederlauterbach gewandert, um euch zu bitten.“ Doch eines war klar, nur mit einer Wanderung konnte die Gunst nicht gewonnen werden. Vielmehr mussten Vorstand Alfons Lemle die Kommandanten Christian Portner und Georg Schmid, sowie die Fahnenmutter Monika Lemle, Fahnenbraut Sabrina Schneider und Bürgermeister Jens Machold „scheitelknien“. Für eine zünftige bayerische Brotzeit, sprich Bier und ein Spanferkel – ließen sich die Niederlauterbacher aber erweichen. „Es freut uns sehr dass wir euer Patenverein sind“, so Klaus Bartosch 1. Vorstand der Niederlauterbacher. Gemeinsam stieß man dann nicht nur auf ein gelungenes Patenbitten, sondern auf eine schöne Fahnenweihe im Juli an.

Während sich die Oberlauterbacher schon auf ihr Fest freuten, hatten aber auch die Floriansjüger aus dem Nachbarort einen ganz besonderen Grund zum Feiern, denn der alte TSA hat nun endlich ausgedient und das neue Feuerwehrfahrzeug konnte schon einmal mit Stolz präsentiert werden. Zusätzlich zum neuen Auto wurden dann auch noch Sebastian Pauly, Georg Breitner sen. und Martin Kropfhäuser für ihre Verdienste und ihr langjähriges Engagement zu Ehrenvorsitzenden und Ehrenkommandanten ernannt.

Ein kleines Schmankerl hatte Josef Niedermeier noch im Gepäck: Zum Feuerwehrlied des bayrischen Kindersingen vom Rohrer Feuerwehrhaus präsentierte er zwei kleine Tragkraftspritzenanhänger. Beide sollen künftig die Feuerwehrhäuser zieren. „Ich möchte mich ganz besonders beim 2. Kommandant Josef Niedermeier bedanken. Er hat dafür gesorgt, dass dieses Fest unvergesslich wurde“, so Klaus Bartosch. Und während die einen das Glas noch auf den gelungenen Nachmittag erhoben, so richtet sich bei den anderen schon der Blick auf das große Fest im Juli. „Wir freuen uns alle schon sehr“, so Alfons Lemle. Besonders „Da Huba, da Meia und I“ werden die Fahnenweihe zu etwas Unvergesslichen machen.


 

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